00:00:00: Einblick der Podcast
00:00:06: Willkommen beim Einblick-Podcast, der Podcast für den tieferen und dennoch knackigen Einblick in die relevanten Ereignisse des Gesundheitswesens der vergangenen Woche vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.
00:00:19: Heute ist der sechzehnte Oktober zwei tausend sechsundzwanzig.
00:00:24: Welche Themen standen in dieser Woche im Mittelpunkt?
00:00:27: Der Chemienobelpreis errt Grundlagen der Arzneimittelherstellung.
00:00:32: Der Medizinnobelpreis geht auch an zwei Deutsche.
00:00:36: Das Kabinett beschließt die Zuckersteuer, niedriger als geplant und mit Ausnahmen für kleine Hersteller.
00:00:43: Schätzerkreis – der durchschnittliche Zusatzbeitrag soll twenty-sevenundzwanzig bei zweikommer neun Prozent bleiben!
00:00:51: Eine Kommission bereitet die Pflegereform vor und prüft auch eine Grenze für die Eigenanteile im Heim.
00:01:03: Womit fangen wir heute an?
00:01:04: Der Chemie-Nobelpreis geht an den Franzosen Henri Cagon und dem Japaner Kensou Suai.
00:01:11: Sie haben gezeigt, wie bei chemischen Reaktionen ganz von selbst nur eine von zwei spiegelverkehrten Molekülformen entsteht – eine wichtige Voraussetzung für die Herstellung von Arzneimitteln.
00:01:23: Viele Medikamente enthalten nur eine Form des Wirkstoffs denn die andere kann unwirksam oder giftig sein, wie beim Kontergarnskandal!
00:01:32: Den Medizin-Nobelpreis erhalten die Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagl sowie der US Forscher Karl Deisseroff für die Optogenetik.
00:01:40: Durch das präzise Ein- und Ausschalten bestimmter Zellen mittels Licht, können die Ursachen schwerer Krankheiten wie Blindheit oder Parkinson entschlüsselt und neue Therapien entwickelt werden.
00:01:55: Die Zuckersteuer kommt fällt aber niedriger aus als geplant.
00:02:00: Am Mittwoch hat das Bundeskabinett die Vorlage von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil beschlossen.
00:02:06: Ab Juli, twenty-sevenundzwanzig werden je nach Zuckergehalt, sechsundzwantig oder zweiunddreißig Cent pro Liter fällig.
00:02:14: Die höchste Stufe aus Klingweils ersten Entwurf entfällt.
00:02:18: Die Sätze entsprechen dem Vorschlag der Finanzkommission.
00:02:21: Gesundheit Steuerpflicht sind Getränke ab fünf Gramm Zucker je hundert Milliliter.
00:02:26: Hersteller die maximal eine Million Liter pro Jahr produzieren sollen befreit werden, sofern die EU-Kommission zustimmt.
00:02:34: Beschließen soll der Bundestag die Steuer im November.
00:02:37: Im Startjahr rechnet der Bund mit Einnahmen von rund sixhundert neunzig Millionen Euro.
00:02:43: Anfang Oktober hatte das Kanzleramt den ersten Entwurf gestoppt.
00:02:47: Aus Regierungskreisen hieß es er sei in dieser Form in der Regierung nicht mehrheitsfähig.
00:02:53: Neun Agrar- und Verbraucherschutzministerinnen der Union aus den Ländern wandten sich in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz gegen die Steuer.
00:03:01: Die Ärzteschaft aber drängt auf eine schnelle Einführung.
00:03:10: Auf dem Papier bleibt der Zusatzbeitrag stabil, nach der Prognose des Schätzerkreises vom Mittwoch reichen im kommenden Jahr durchschnittlich zwei Komma neun Prozent um die Ausgaben der Krankenkassen zu decken.
00:03:22: Tatsächlich verlangen die Kassen im Schnitt bereits gut drei Komma eins Prozent.
00:03:27: Bundesgesundheitsminister Karsten Linnemann wertet das als Erfolg des Sparpakets und kündigt weitere Strukturreformen an, noch nicht eingepreist ist die geplante Standortklausel für die Pharmaindustrie.
00:03:39: Die Kassen rechnen dafür mit einem Aufwand von Eins Komma drei Milliarden Euro.
00:03:44: Die Industrie geht von rund achthundert Millionen aus.
00:03:47: Immer mehr Geld geben die Krankenkassen für die Mitgliederwerbung über private Vermittler und Online-Vergleichsportale aus.
00:03:54: Im vergangenen Jahr gut wirundneunzig Millionen Euro, nach knapp zweiundsechzig Millionen im Vorjahr.
00:04:01: Für jeden vermittelten Kassenwechsel sind mehr als hundert Euro Provision möglich.
00:04:06: Uwe Clemens Verwaltungsratsvorsitzender auf versicherten Seite im GKV Spitzenverband sagt dazu – das ist unmöglich dass es dafür eine Prämie gibt!
00:04:16: Der Verbraucherzentrale Bundesverband VZBV fordert ein nicht-kommerzielles Portal, das auch die Qualität der Kassen zeigt.
00:04:24: Ab twenty-sevenundzwanzig müssen die Kassen ihre Werbebudgets halbieren.
00:04:29: Krankheiten verursachen immer höhere Kosten.
00:04:32: nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren es zwei tausend vierund zwanzig rund fünfhundertdreißig Milliarden Euro knapp acht Prozent mehr als im Jahr davor.
00:04:41: am teuersten waren Herzkreislauferkrankungen und psychische Störungen.
00:04:46: Gesundheit nicht nur als Kostenfaktor zu sehen, forderten Fachleute zum Auftakt des Weltgesundheitsgipfels in Berlin.
00:04:54: Der Generaldirektor des Weltverbandes der forschenen Pharmaindustrie IFPMA warnte – wir sind weder ausreichend sicher noch ausreichender vorbereitet!
00:05:04: In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich seit Mai ein Ebola-Ausbruch aus gegen dessen Virusvariante es keinen zugelassenen Impfstoff gibt.
00:05:18: Für einen grundlegenden Perspektivwechsel bei der Prävention warb Gesundheitsminister Linnemann beim Vorsorgegipfel der Bildzeitung in Berlin.
00:05:27: Die Politik mache seit Jahrzehnten den Fehler, Präventions zu verordnen und Regeln zu ändern – aber Prävention ist ein Lebensgefühl!
00:05:35: Nachhaltig wirke sie nur wenn die Motivation von Innenkomme und Menschen Lust auf Gesundheit bekämen.
00:05:42: Einen Perspektivewechsel verlangt auch der Bosch Health Campus.
00:05:46: In einem Positionspapier fordert er, das Gesundheitssystem am Erzielten Gesundheitsgewinn zu messen.
00:05:52: Deutschland habe im vergangenen Jahr knapp fünfhundertachzig Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben – Liege bei den gesunden Lebensjahren aber unter dem EU-Durchschnitt.
00:06:02: Vorgeschlagen wird
00:06:04: u.a.,
00:06:04: ein Check der Gesundheitsfähigkeit um das sechzigste Lebensjahr!
00:06:13: Die Notfallreform stand kürzlich im Bundestag zur Abstimmung.
00:06:17: Am Mittwoch hatte der Gesundheitsausschuss abschließend beraten.
00:06:20: Neu in den Änderungsanträgen ist eine strengere Meldepflicht für Praxen, die Kassenärztlichen Vereinigungen sollen mit dem Krankenkassen festlegen wie viele Termine Ärztinnen an die Termin-Servicestellen melden
00:06:32: müssen.".
00:06:34: Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands SPIFA protestiert.
00:06:43: Ablösen soll die Regelung das geplante Primärversorgungsgesetz, dessen Entwurf das Gesundheitsministerium im November vorlegen will.
00:06:51: An die Notfallreform angehängt sind Korrekturen am GKV-Sparpaket.
00:06:57: Die zugesagten fünfhundertfünfzig Millionen Euro für die Kliniken sollen über Rechnungszuschläge fließen.
00:07:03: Für Haus und Kinderärztinnen sollen Abschläger bei mehr Leistungen entfallen.
00:07:08: Gestrichen hat die Koalition auch apothekenbezogene Ausschreibungen für Krebsmedikamente.
00:07:14: Für Rettungseinsätze soll die Zuzahl von zehn auf fünfzehn Euro steigen.
00:07:21: In Kraft treten soll die Reform im Juli, twenty-sevenundzwanzig.
00:07:41: Geprüft wird dabei auch ob sich die Eigenanteile im Pflegeheim begrenzen lassen – eine Kernforderung der SPD.
00:07:48: Einen solchen Deckel hatte Gesundheitsminister Linnemann Ende September noch hochgradig gefährlich genannt.
00:07:55: Auch einen Finanzausgleich zwischen sozialer und privater Pflegewersicherung soll die Kommission untersuchen.
00:08:02: Wie groß der Druck ist zeigt ein Schreiben des Finanzministeriums.
00:08:06: Bis zu siebenhundert Millionen Euro soll die Pflegeversicherung zusätzlich als Darlehen erhalten.
00:08:12: Laut einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung wächst die Zahl der Menschen im Ruhe stand bis zwei tausendfünfundvierzig um knapp fünfzehn Prozent.
00:08:23: Beim Digitalgesetz GEDIC hat der Bundestag die Beratungen aufgenommen, verabschieden solle es Mitte November.
00:08:30: Auf Wunsch der Länder sollen Krankenkassen ihren Versicherten auch eine Beratung in der Apotheke empfehlen dürfen.
00:08:36: Prüfen will die Bundesregierung ob Kassen, die Fristen bei der elektronischen Patientenakte EPA versäumen mehrfach sanktioniert werden können.
00:08:45: Andreas Strausfeld, Chef des IT-Dienstleisters Bitmark fordert Nachbesserungen.
00:08:51: Krankenkassen müssten ihre Daten in gemeinsamen Reallaboren bündeln dürfen um künstliche Intelligenz zu erproben.
00:08:58: Solche Labore sollten zudem von der Begrenzung der Verwaltungskosten ausgenommen werden.
00:09:08: Die Landarztquote in Nordrhein-Westfalen hat eine erste gerichtliche Prüfung im Kern bestanden.
00:09:14: Studierende erhalten so leichter einen Studienplatz, auch ohne Spitzenabitur.
00:09:19: Fällig wird eine Vertragsstrafe wenn Quotenstudierende nach der Weiterbildung nicht mindestens zehn Jahre als HausärztInnen in einer unterversorgten Region arbeiten.
00:09:29: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hält die Vertragsstrafe von zweihundertfünfzigtausend Euro für rechtens.
00:09:36: Eine hohe Strafe sei nötig, damit aus ihnen tatsächlich Landärztinnen werden.
00:09:42: Zehn weitere Länder haben ähnliche Quoten eingeführt.
00:09:45: Allein in Nordrhein-Westfalen sind mindestens zwanzig Klagen anhängig.
00:09:49: Einen Teilerfolg erzielten zwei Klagende.
00:09:52: Wer die ursprüngliche Vertragsfassung unterschrieben hat darf nach Ansicht des Gerichts auch KinderärztInnen werden.
00:09:59: Ob das Land dagegen Berufung einlegt blieb zunächst offen.
00:10:07: Die Telematik-Infrastruktur sei in der Versorgung angekommen, sagte Gemathik-Geschäftsführer Florian Fuhrmann beim TI Summit in Leipzig.
00:10:17: Der Rollout der EPA sei das größte IT-Projekt Europas.
00:10:21: Sogleich forderte er, wir brauchen einen Paradigmenwechsel und technologische Veränderungen.
00:10:27: Zu Wochenbeginn verloren viele Praxen, Apotheken und Kliniken mit Konnektoren der Hersteller Sekunet & Rice die Verbindung zur TI.
00:10:36: Ursache war der Wechsel eines zentralen Sicherheitsschlüssel im Internet.
00:10:40: Erezept, EPA und elektronische Krankschreibung funktionierten dort nicht oder nur eingeschränkt.
00:10:46: Die Gematik riet die Geräte nicht ohne Unterstützung des zuständigen Dienstleisters neu zu starten!
00:10:53: Wie digitale Gesundheitsanwendungen DIGA in die Behandlung passen zeigt die Neurologin Alexandra Wittmer in einem Leitfaden mit siebenundsiebzig Impulsen für das Arzt-Patientengespräch.
00:11:05: Ärztinnen sollten die App vorher selbst testen und gleich einen folgetermin vereinbaren.
00:11:10: Rätzi.
00:11:11: Den Link finden Sie in den Shownauts.
00:11:18: Gesundheitspolitik sei heute ein fester Bestandteil der Sicherheitspolitik, sagte Gesundheitsminister Lindemann beim Weltgesundheitsgipfel im Berlin.
00:11:28: Die Gesundheitssysteme müssten dringend auf kriegsbedingte Krisen vorbereitet werden.
00:11:33: Wir müssen heute handeln.
00:11:35: Nötig sei neben anderem mehr Unabhängigkeit von wenigen Lieferketten im Pharma-Bereich.
00:11:41: Das Gesundheitssicherstellungsgesetz GESIG soll für mehr Krisenfestigkeit sorgen, einen Zeitplan nannte Linne man nicht.
00:11:49: Resilienz dürfe aber nicht bedeuten dass ich das Personal Tag für Tag aufopfere.
00:11:55: dafür brauche es attraktive Arbeitsbedingungen und ausreichende Ausbildungskapazitäten.
00:12:04: So weit unser Rückblick.
00:12:06: Welche Themen sind wichtig für die kommenden Wochen?
00:12:34: Erste Krankenkassen wollen damit früh im Jahr die Einrichtung der Gesundheits-ID ermöglichen.
00:13:00: Wir freuen uns, wenn Sie am nächsten Freitag wieder dabei sind beim Einblick.
00:13:05: Podcast vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.