EinBlick – Der Podcast

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00:00:00: Einblick der Podcast.

00:00:05: Willkommen beim Einblick-Podcast, der Podcast für den Tieferen und dennoch knackigen Einblick in die relevanten Ereignisse des Gesundheitswesens der vergangenen Woche vor dem Gesundheitsmanagement DER Berlin Chemie.

00:00:18: Heute ist der Elfde September Zwei Tausend sechsundzwanzig.

00:00:22: Welche Themen standen in dieser Woche im Mittelpunkt?

00:00:26: Der Gesundheitsetat schrumpft auf gut vierzehn Milliarden Euro.

00:00:33: Bei der Anhörung zur Notfallreform fordern die Ersatzkassen, die Zahl der Leitstellen von rund twohundertvierzig auf achtzig zu reduzieren.

00:00:42: Das Gesundheitsministerium plant mit Amnock zwei Punkt Null eine zweistufige Nutzenbewertung und vertagt die Entscheidung zum Ofenprivileg.

00:00:51: Weltwetterorganisation warnt Feinstaubbelastung durch Zunahme extremer Brände gestiegen.

00:01:03: Womit fangen wir heute an?

00:01:05: Der Bundestag begann diese Woche mit den Beratungen über den Haushalt.

00:01:11: Carsten Linnemann legte am Dienstag seinen Amtseid als Bundesgesundheitsminister im Bundestag ab, am Donnerstag dann die Haushaltsdebatte.

00:01:19: erstmals für Linneman.

00:01:22: Die Zahlen stammen aber noch von seiner Vorgängerin Nina Warken.

00:01:26: Sein Ministerium erhält insgesamt rund vierzehn Milliarden Euro etwa ein Drittel weniger als im laufenden Jahr.

00:01:33: Der größte Posten der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds sinkt auf gut dreizehn Milliarden Euro.

00:01:40: Ein Darlehen für die Pflegeversicherung ist für das kommende Jahr zunächst nicht eingeplant, der Haushalt soll im November verabschiedet werden.

00:02:01: Jede Unsicherheit bei den Schätzungen trifft die Kassenfinanzen direkt.

00:02:05: Die Rückzahlung der Darlehen für die Pflegeversicherung soll erst bis zu einem Jahrzehnte, statt bis zum Jahrzehn- und Dreißig erfolgen – für die Prüfe ein Hinweis darauf, dass auch die Regierung nicht mit einer besseren Finanzlage rechnet.

00:02:19: Paula Peerchotter, Hausarztexpertin der Grünen Bundestagsfraktion spricht von Buchungstricks.

00:02:26: nie sei die Haushaltspolitik so unsolide gewesen wie bei dieser Bundesregierung.

00:02:37: Am Mittwoch diskutierte der Gesundheitsausschuss des Bundestags über die Reformen der Notfallversorgung, Die Verbände fordern fast geschlossen ebenfalls diese bundesweit als Standard.

00:03:02: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt vor Doppelstrukturen, während die Deutsche Krankenhausgesellschaft ein eigenes Budget für die Notfallzentren verlangt.

00:03:11: Die finale Beratung im Bundestag ist in der Sitzungswoche Ende September geplant.

00:03:19: Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner plädiert für eine Fastlane-Innotfallzentren.

00:03:25: Wer sich vor Abtelefonisch oder Digitaleinschätzen lässt, soll vor Ort schneller Hilfe erhalten.

00:03:31: Zwei Drittel der heutigen Patientinnen in Notaufnahmen sind keine echten Notfälle.

00:03:36: Elsner fordert die Zahl der Leitstellen von derzeit rund zweihundertvierzig auf etwa achtzig zu reduzieren.

00:03:43: Die Ausgaben für den Rettungsdienst stiegen auf gut acht Milliarden im Jahr zweitausendfünfundzwanzig.

00:03:48: Im ersten halb Jahr dieses Jahres kamen weitere acht Prozent hinzu.

00:03:58: Das Bundesgesundheitsministerium hat im Pharma-Dialog seine Pläne für ein Amnock zwei Punkt Null vorgestellt.

00:04:05: Ein Foliensatz, der dem Tagesspiegel Background vorliegt zeigt – die Nutzenbewertung soll zweistufig ablaufen.

00:04:12: Arzneimittel mit unvollständiger Evidenz bei der Zulassung etwa mit bedingter Zulassung oder Offenstatus bewertet man zunächst anhand vorläufiger Endpunkte.

00:04:22: Nach drei bis vier Jahren überprüft der gemeinsame Bundesausschuss GBA die Entscheidung mit Versorgungsdaten.

00:04:29: Die anwendungsbegleitende Datenerhebung entfällt ersatzlos, einen Zeitplan nennt das Ministerium nicht.

00:04:37: Beim offen Privileg gehen die Meinungen auseinander.

00:04:40: Die neue GBA-Vorsitzende Sonja Obtendrenk will die Sonderregel für Medikamente gegen seltene Krankheiten kippen.

00:04:47: Bisher gilt der Zusatznutzen bis zu einem Jahresumsatz von dreißig Millionen Euro als nachgewiesen.

00:04:54: Sie hält die Abschaffung für den konsequenten Schritt, da diese ohnehin bei der europäischen Nutzenbewertung beurteilt werden.

00:05:01: Das Ministerium will die Entscheidung jedoch aufschieben und das Privileg erst drei bis vier Jahre nach Einführung des neuen Verfahrens überprüfen.

00:05:09: Nächste Woche diskutieren die Chefinnen und Chefs der Staatskanzleien.

00:05:27: Zu diesem Schluss kommt der Jahresbericht der Weltwetterorganisation zu Klima und Luftqualität.

00:05:33: Veröffentlicht am siebten September, dem Internationalen Tag der sauberen Luft.

00:05:38: Strängere Vorschriften haben die Emissionen aus Industrie- und Verkehr in Europa und Nordamerika verringert.

00:05:45: Gleichzeitig steigt die Feinstaubbelastung durch Brände – selbst weit entfernt von den Brandherden!

00:05:51: Seit den nineteenhundertneunziger Jahren hat sich die Zahl extremer Brände weltweit verdreifacht.

00:05:57: Eine von der WMO-zitierte Studie schätzt, dass dies zwischen zehntausendzehn und zweitauchzehn jährlich fast hunderttausend zusätzliche Todesfälle verursachte.

00:06:07: Feine Partikel dringen tief in Lunge-und Blutkreislauf ein steigern das Risiko für Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfälle und Lungenembolien.

00:06:17: Hinzu kommt das Ozone!

00:06:19: Hohe Temperaturen, stabile Wetterlagen und intensive Sonneinstrahlung lassen die Werte am Boden steigen.

00:06:26: Langfristige Urzombelastung wird mit einer höheren Sterblichkeit, insbesondere durch Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht.

00:06:33: Laut der Weltorganisation für Meteorologie könnte dies zu zehntausenden zusätzlichen vorzeitigen Todesfällen führen.

00:06:41: Die Betriebskrankenkassen unterstützen die European Declaration on Heat and Health um den Schutz vor extremer Hitze zu beschleunigen.

00:06:49: Die Erklärung fordert einen europäischen Hitze-Gesundheitsaktionsplan, klimaresiliente Gesundheits und Pflegeeinrichtungen sowie eine stärkere Berücksichtigung von Klimaschutz und Klimaanpassung in der Gesundheitspolitik.

00:07:03: BKK-Vorständen Anne Katrin Klemm betont Wir müssen Hitzeschutz-, Klimaanassung-, Klimaschutz- und Prävention zusammenbetrachten.

00:07:12: Auch das Gesundheitswesen trägt mit seinen Treibhausgasemissionen zur Klimakrise bei.

00:07:17: Die Hitzewelle von Mitte bis Ende Juni dieses Jahres verursachte laut Prognos einen volkswirtschaftlichen Schaden von insgesamt gut sechs Milliarden Euro.

00:07:26: Der Dachverband der Betriebskrankenkassen betrachtet die Erklärung als Bestätigung seines Eckpunkte-Papiers, das gemeinsam mit Sechzig Organisationen die Forderung nach einer nationale Nachhaltigkeitsstrategie für das Gesundheitswesen beinhaltet.

00:07:41: Investitionen in klimaresiliente Einrichtungen werden als gesamtgesellschaftliche Verantwortung angesehen.

00:07:47: Die Finanzierung sollte nicht einseitig zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung

00:07:52: erfolgen.".

00:07:58: Das Forschungsdatenzentrum Gesundheit FDZ beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BFARM wächst!

00:08:06: Es hält Abrechnungsdarten von rund seventy- vier Millionen gesetzlich Versicherten, für die Jahre zwei- tausend neun bis zweitausend dreiundzwanzig vor.

00:08:14: Mehr als hundert Forschungsanträge gingen

00:08:16: ein.

00:08:17: Über die Hälfte der Antragstellenden hat Datenzugang.

00:08:20: Darunter sind Projekte zu Longcovid und HIV bei Kindern.

00:08:25: Im vierten Quartal soll zunächst die Medikationsliste aus der elektronischen Patientenakte übertragen werden.

00:08:31: Die Daten sollen spätestens Anfang twenty-sevenundzwanzig für Forschende verfügbar sein, Bis Ende dieses Jahres sollen mindestens dreihundert Forschungsvorhaben initiiert oder durchgeführt werden.

00:08:47: Forschende arbeiten virtuell, wobei die Einzeldaten im Zentrum bleiben.

00:08:51: Nur Ergebnisse, die auf Reidentifizierungsrisiken geprüft wurden, werden herausgegeben.

00:08:58: Für Nick Schneider Referatsleiter im Bundesgesundheitsministerium bedeutet der europäische Gesundheitsdatenraum mehr als ein Regelwerk.

00:09:06: Er ist zugleich ein Standortfaktor und ein Motor für Wertschöpfung.

00:09:11: Kommerzielle Forschungen und private Produktentwickler gelten darin ausdrücklich als Nutzer im öffentlichen Interesse.

00:09:18: Beim Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte entsteht dafür eine zentrale Stelle, die den Zugang zu den Daten koordiniert.

00:09:26: Der Umgang mit Neurodaten wirft weiterhin Fragen auf.

00:09:30: Hirndaten von Braincomputerinterfaces oder Kopfhörern gelten zwar als Gesundheitsdaten, offenbaren jedoch auch Informationen über Dritte.

00:09:40: Fachgremien des Ministeriums prüfen laut Schneider ob Medizinprodukte recht und Datenschutzgrundverordnung genügen oder ein eigenes Neurodatengesetz nötig ist.

00:09:50: Zudem diskutiert man über besonders geschützte Erprobungsräume für hochsensible Hirn-Daten.

00:09:56: Datenschutze und sichere digitale Strukturen sind jedoch nicht nur beim Umgang mit Neurodaten entscheidend.

00:10:02: Auch im öffentlichen Gesundheitsdienst stellt sich die Frage, wie sensible Informationen verantwortungsvoll verarbeitet und zugleich moderne vernetzte Arbeitsabläufe ermöglicht werden können.

00:10:14: In Köln setzt man auf die Open Source Software GA-Loze, die in Frankfurt am Main entwickelt wurde.

00:10:21: Erstmals wird diese von einer Million statt genutzt und kommt außerhalb Hessens zum Einsatz.

00:10:26: Der Quellcode ist offen – die Lizenz frei!

00:10:30: Die Gesundheitsämter beider Städte arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung des Systems.

00:10:35: Berlin hingegen ist am ersten September dieses Jahres die Kooperation von Bayern und Baden-Württemberg beigetreten, die auf der Plattform ÖG digital basiert.

00:10:45: Gemeinsam wollen die drei Länder Fachanwendungen entwickeln und betreiben.

00:10:49: Berlin steuert sein eigenes Fallbearbeitungssystem bei das ab im Jahr für die bisherigen Anwendung in den zwölf Berliner Gesundheitsämtern ersetzen soll.

00:10:59: Weder der Code, noch die Verträge sind bisher öffentlich.

00:11:09: So weit unser Rückblick!

00:11:11: Welche Themen sind wichtig für die kommenden Wochen?

00:11:14: Nach der Haushaltswoche stehen nun die Reformgesetze im Fokus.

00:11:18: Die Pflegereform wartet noch auf den Kabinettsbeschluss.

00:11:22: Linnemann möchte die Kurzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige zurücknehmen.

00:11:27: Das Digitalgesetz GEDIC wird am neunten Oktober zur ersten Lesung in den Bundestag eingebracht.

00:11:33: Der Entwurf für das Primärversorgungssystem steht weiterhin aus.

00:11:36: Die Pharma- und Medizintechnikstrategie soll im Herbst ins Bundeskabinett kommen.

00:11:42: Tabletten aus dem Dreidedrucker – Das Klinikum Oldenburg stellt für schwerkranke Kinder Kautabletten mit Erdbeervanillegeschmack her exakt auf das Körpergewicht abgestimmt.

00:11:52: Die Abläufe sind zertifiziert, das Klinikum nimmt dies nach der Pilotphase in die Regelversorgung auf.

00:12:02: Das Symposium Drei Primed am ersten Oktober, in Berlin zeigt wie der Arzneimitteldruck in die pharmazeutische Praxis einzukält.

00:12:12: Unter dem Motto Zukunft drucken diskutieren Fachleute aus Krankenhausapotheken Wissenschaft und Industrie über personalisierte Arznei-Mittel.

00:12:21: Den Link finden Sie in den Show Notes.

00:12:25: Hat Ihnen die breite und bunte Palette an Nachrichten und Informationen gefallen?

00:12:30: Gerne können Sie unseren Podcast weiter empfehlen.

00:12:34: Schreiben sie uns Ihre Anregungen und Fragen bitte an!

00:12:45: Wir freuen uns, wenn Sie am nächsten Freitag wieder dabei sind beim Einblick.

00:12:49: Podcast vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.