EinBlick – Der Podcast

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00:00:00: Ein Blick nachgefragt.

00:00:05: Willkommen bei Ein

00:00:06: Blick Nachgefragt, dem Podcast mit

00:00:08: Interviews und Gesprächen zum Gesundheitswesen vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie!

00:00:24: Fachjournalist und Einblickredakteur Christoph Nitz spricht mit Udo Schauder, dem Mitinitiator und Vorsitzenden des Impuls – Think Tank Herzkreislauf.

00:00:34: Im Fokus steht die Frage, warum Deutschland trotz hoher Gesundheitsausgaben bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen seit Jahrzehnten nur im europäischen Mittelfeld liegt?

00:00:49: Er

00:00:53: studierte Medizin und war

00:00:54: anschließend in verschiedenen

00:00:56: leitenden

00:00:56: Funktionen in der Industrie tätig.

00:00:59: Und stand dem Patienten-Unterausschuss

00:01:01: des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller VFA vor.

00:01:05: Der Impuls Think Tank Herzkreislauf ist ein eingetragener Verein mit Sitz im Berlin, Herzkreise auf Erkrankungen gehören stärker in das Zentrum der Diskussion – wissenschaftlich, gesellschaftlich und politisch.

00:01:19: Der Think Tank Herz-Kreislauf führt ausgewesene Experten, aus Politik, Wissenschaft, Ärzteschaft, Krankenkassen, Verbänden, Patientenorganisationen, Ethik und Gesundheitswirtschaft zusammen um die Aufmerksamkeit für Herzkreislauferkrankungen in einem integrierten Ansatz auf unterschiedlichen Ebenen zu verbessern.

00:01:39: Seit dem Start im Jahr zehnt siebzehn ist die gesamtgesellschaftliche Initiative auf neunundzwanzig Mitglieder gewachsen Einzelpersonen ebenso wie Organisationen und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen.

00:01:51: Ihre Forderung, Vorbeugung politisch verbindlich zu verankern ist auch der Ausgangspunkt dieses Gesprächs.

00:02:02: Guten Tag Herr Schauder!

00:02:03: Ich freue mich dass Sie Zeit für den Eintritt Podcast finden.

00:02:07: Ja schönen guten Tag Herr Nitz.

00:02:09: vielen Dank.

00:02:10: Herr Schauder Gehen wir doch zum Start mal rein.

00:02:13: Deutschland gibt pro Kopf fast das meiste Geld für die Gesundheit in der ganzen Europäischen Union aus, belegt aber bei der Lebenserwartung und konkret auch bei Herzgesundheit nur ein Platz im Mittelfeld.

00:02:27: Woran liegt es, dass wir Weltmeister reparieren, aber Schlusslicht vorbeugen sind?

00:02:36: Wir geben wirklich viel Geld für Prävention aus im Großen und Ganzen, aber erzielen wir vergleichsweise wenig Gesundheitsgewinn.

00:02:45: Und in meinen Augen denke ich ist das ein systemisches Problem.

00:02:51: unser System belohnt die Behandlung stärker als die Vermeidung.

00:02:57: also Kuration vor Präventionen.

00:03:03: Da könnte man wahrscheinlich an die Wurzeln gehen, denn unser System wurzelt ja immer noch auf dem Bismarckschen-Gesetz von.

00:03:14: Und dort hat man mehr oder hat man erstmals die Arbeitsfähigkeit in den Mittelpunkt gestellt und hat nicht die Gesunderhaltung betrachtet sondern hat eben gesehen wie kann man Arbeiter, die krank sind wieder arbeitsfähig machen.

00:03:35: Und das ist eben leider immer noch der Fall und wir haben eben... Das sind die Folgen, ja?

00:03:43: Wir bezahlen eben wirklich die Kuration also den Krankheitsfall.

00:03:48: Es muss erst eingetreten sein und dann geht es los!

00:03:53: Und wir haben auch im Vergleich zu anderen Ländern in der EU große soziale Unterschiede bei den Risikofaktoren.

00:04:05: Und ich glaube, das sind einigen der Punkte wo wir wirklich ansetzen müssten.

00:04:14: und natürlich ist Prävention auch viel schwieriger als die Reparatur.

00:04:20: sag' ich mal wenn ein junger Mensch eine Herzoperation hat dann ist der medizinische Erfolg nach der Operation sofort sichtbar.

00:04:38: Wenn wir einen gleichaltrigen jungen Menschen aufgrund guter Präventionsmaßnahmen behandeln und er zwanzig Jahre später keinen Herzinfarkt bekommt, ist das äußerst schwierig nachzuweisen.

00:04:55: Das sind einfach die Punkte.

00:04:57: also dass wir haben die Krankheit Wir gehen zum Arzt, der stellt die Diagnose eine Therapie abrechenbare Leistung.

00:05:07: Das ist die Frage.

00:05:09: Wir müssten Risikofaktoren erkennen und Verhaltensänderungen bewirken damit die Krankheit gar nicht erst auftritt.

00:05:17: Auf jeden Fall bringen Sie unsere Hörerin doch mal ganz kurz auf den Stand.

00:05:22: Sie sind Vorstandsvorsitzender von Impuls, dem Think Tank für Herzkreislauf.

00:05:28: das ist ein eingetragter Verein.

00:05:30: Was hat sie bewogen diesen Verein zu gründen und was sind die genauen Ziele, die Sie bewegen?

00:05:39: Die Idee ist mir gekommen als ich noch aktiv im Berufsleben stand.

00:05:48: In meiner damaligen Funktion habe ich natürlich auch die großen europäischen Kongresse besucht.

00:05:58: Und da gab es, ich meine, es wäre zwanzigsechzehn gewesen also ich würde mich aus dem Jahr nicht festlegen.

00:06:04: Es gab auf jeden Fall einen europäischen Kardiologen-Kongress in Rom und da waren alle sich mal wieder sehr einig sprich Diabitologen, Kardiologen und auch die WHO traten gemeinsam auf stellten fest wie gut sie doch zusammenarbeiten.

00:06:25: aber Todesursache Nummer eins weltweit bleibt Herzkreislauf.

00:06:33: Okay, hab ich mir gedacht du kommst aus Deutschland.

00:06:36: in dieser Einigkeit zwischen den Fachgruppen habe ich in der Form weder im Studium noch später im Berufsleben.

00:06:46: so gesehen und wir sind ein sehr wohlhabendes Land Herzkreis aufmäßig, stehen wir aber seit Jahrzehnten immer irgendwo im europäischen Mittelfeld.

00:07:02: Gut und da kam so meine Überlegung Da muss man doch irgendwas tun.

00:07:06: Und ich sage mal wenn die Fachgruppen schon der Überzeugungen sind Auf der globalen Ebene dass sie ja gut zusammenarbeiten Ich der Über Zeugung war das ist in Deutschland nicht So habe ich mir überlegt was muss man tun?

00:07:19: Wen muss man zusammenbringen und wer könnte etwas bewegen.

00:07:24: dann war eben einfach der Schluss, wir brauchen so etwas wie einen politischen Aufruf und dazu bedarf es ja eine Singtanks.

00:07:38: Und dann kam die Idee diesen Singtank anders zu gestalten als vielleicht das was man sonst so üblich macht.

00:07:47: Wir wollten also ein gesamtgesellschaftlichen Singtänk gründen Und das Ziel ist eben, dass unterschiedliche Akteure zusammen die Aufmerksamkeit für Herz-Kreislauferkrankungen in einem integrierten Ansatz auf unterschiedlichen Ebenen verbessern um die Potenziale für Forschung, Prävention und Versorgung zu verbessern.

00:08:13: Das Ganze haben wir gesagt wollen wir auf der bundespolitischen Ebene spielen.

00:08:19: Und inzwischen fordern Sie, dass eben Prävention keine freiwillige Kassenleistung sein soll.

00:08:26: Sondern das daraus eine staatliche Pflichtaufgabe werden muss.

00:08:31: Welche Maßnahmen müssen Ihre Ansicht nach jetzt Vorrang haben?

00:08:34: Geht es um mehr Aufklärungen für die Einzelnen oder geht's auch um gesetzliche Leitblanken wie Darbeverbote oder auch die Zuckerabgabe?

00:08:45: Also ich möchte mich da... Aufklärung ist wichtig.

00:08:51: Ich möchte aber nicht zwischen Aufklärungen und Regulierung wählen, also für Herz-Kreislaufpräventionen ist ja die entscheidende Frage was bekomme ich für meinen Euro den ich einsetze?

00:09:04: mit einer politischen Maßnahme?

00:09:06: wie kriege ich den größten Bevölkerungseffekt heraus?

00:09:10: Und ich glaube das wesentliche ist dass wir die Lebensverhältnisse die Lebensumgebung verändern und nicht den Zeigefinger erheben.

00:09:22: Du musst oder du darfst nur.

00:09:26: Aufklärung ist wichtig, aber sie hat natürlich strukturelle Schwächen.

00:09:30: Sie erreicht Menschen in unterschiedlichen Situationen und verlangt vor allem individuelle Entscheidungen.

00:09:38: Und ich glaube wir haben zwar ein SGB-Fünf Da drin steht etwas, was in meinen Augen ganz dick nach vorne muss.

00:09:52: Da ist nämlich zum einen die Solidarität gefordert da freuen wir uns alle drüber aber zum anderen steht auch die Eigenverantwortung und das ist etwas was glaube ich ein wenig zu kurz kommt weil wir es gelernt haben oder ja im Laufe der Jahre gelernt haben Verantwortung zu delegieren.

00:10:13: ein anderer macht schon Ich habe eingezahlt ich bekomme dafür Und wenn wir jetzt mal runtergehen, das Wesentliche bei der Prävention sind keine Neuigkeiten.

00:10:30: Ernährung und Bewegung steht da im Vordergrund.

00:10:36: Bei Ernährungen ist es so, dass sagt jeder ja, haben wir verstanden?

00:10:42: Gleichzeitig bewerben wir aber massiv billige ungesunde Produkte.

00:10:51: Und das ist natürlich ein Punkt, wo ein Staat eingreifen könnte und das ist dann gerade bei Kindern natürlich die ja die nachfolgende Generation sind glaube ich besonders wichtig dass wir Werbung reduzieren für eben stark Zuckerfett oder Seilzeitige Produkte und versuchen auch hier die Wünsche ein wenig umzulenken.

00:11:24: Und Werbeverbote sind sicherlich große Dinge, die Zuckersteuer würde ich sagen ist ein sinnvoller Ansatz wenn man auf zuckerhaltige Produkte geht.

00:11:42: Wenn man einfach versucht hier nach Zuckergehalt die Dinge zu staffeln.

00:11:51: Das Wesentliche ist dabei, wo geht das Geld dann hin?

00:11:56: Kann man dieses Geld in die Staatskasse oder kann es vielleicht in eine Bundesstiftung hineinbringen?

00:12:10: Wesentlich ist doch dabei wenn man es staffelt dass hier auch der Hersteller gefragt.

00:12:16: Also er sieht ganz einfach, wenn ich hier meine Rezeptur verändere dann hat das auch für mich den Vorteil dass ich weniger zahlen muss.

00:12:30: Ich glaube man müsste auch ein Stück weit vielleicht mit dem Paradigma brechen dass gesunde Ernährung nicht schmackhaft ist.

00:12:39: Also das ist so ein Grund, Jungtim ja gesund.

00:12:42: aber wenn man zum Beispiel eine Märmelade anschaut da gibt es Produkte die haben sechzig Prozent Zuckeranteil.

00:12:48: Es gibt aber eh nicht-schmackhafte Produkte, die haben unter dreißig Prozent Zuckeranteil.

00:12:53: also man müsste einfach sagen Ja ich glaube man müsste da so eine positivere Werbung auch für gesunde ernähren machen.

00:13:02: Da bin ich natürlich komplett bei Ihnen, wie Sie sich denken können.

00:13:06: Ich sehe natürlich und das ist eben das wo ich sage hier müssen wir einfach mit dem Zuckergehalt die Preisestaffeln.

00:13:15: Ja es ist ja heute so dass diese sechzigprozentige Marmelade von der sie sprachen deutlich günstiger ist.

00:13:27: Wir haben im Augenblick eine Situation, wo der Euro eben nicht so locker sitzt und wo viele Menschen auf das achten müssen.

00:13:36: Und wenn wir hier überlegen ein Zusammenspiel von einer Zuckerabgabe, dass wir Obst-Gemüse günstiger machen, dafür sorgen, da gibt es ja auch Kriterien.

00:13:53: Was ist gesund?

00:13:54: Gesunde Schulverpflegung bekommen und das Geld dann in die Prävention bringen.

00:14:03: Ich glaube, dann hätten wir ein Hebel gefunden etwas an der Richtung zu machen.

00:14:09: Auf europäischer Ebene gibt es inzwischen mit dem EU-Safe Heart Plan ein einheitlichen Standard für Herzgesundheit.

00:14:18: Könnten Sie uns nochmal aufklären, was machen denn die Nachbarländer hier schon bereits besser als hierzulande in Deutschland?

00:14:26: und welche konkreten Hebel fehlen uns denn am dringendsten damit wir da aufholen könnten im europäischen Vergleich?

00:14:33: Ja vielleicht erst mal der EU Safe Heart Plan der möchte ja Dinge auch, dass sie umgesetzt werden.

00:14:43: Also das ist glaube ich schon mal ganz wichtig und er setzt eben an und hat Kohorten zusammengefasst und sagt eben wir möchten, dass bis zwanzigfünfundreißig, seventy-fünf Prozent der Fünfundzwanzigbisvierendsechzigjährigen und neunzig Prozent der Über-Fünfundsechzischen jährlich den Blutdruck messen lassen.

00:15:06: Ja, klingt sehr lapidar, aber ähm ähnliche Zielquoten gibt es eben dann für Cholesterin und Blutzucker.

00:15:15: Und das ganze soll münden eben in einen nationalen Herzkreislaufplan.

00:15:22: Und ihre Frage was machen andere Länder anders als wir?

00:15:28: Ähm Das ist eben... Wir müssen unsere Dinge ein wenig verändern.

00:15:38: Gucken wir uns Norwegen an, Norwegen hat vor Jahren einen Public Health-Act erlassen und dieser Public Health Act sagt dass Gesundheit ausdrücklich in allen staatlichen Einheiten, also Ressorts umgesetzt werden muss.

00:16:01: Das heißt also Health and All Policies.

00:16:05: Da sprechen wir auch in Deutschland häufig drüber, aber der Gesundheitsminister hat dann die Probleme wenn er das anspricht dass die anderen sagen ja wieso?

00:16:15: Das ist doch gesund!

00:16:16: Das hat mit uns nichts zu tun.

00:16:19: Aber Gesundheit ist eben ein übergreifender Faktor der genauso in der Städteplanung eine Rolle spielt wie also im Landwirtschaftsministerium untergebracht werden muss.

00:16:34: und ich sage mal am Ende wird auch der Finanzminister davon profitieren, denn nur eine gesunde Bevölkerung wird uns Wirtschaftswachstum bringen können.

00:16:44: Ja wenn wir alle krank sind wird das nicht vorangehen so.

00:16:49: das war ein Beispiel aus Norwegen.

00:16:52: Frankreich hat ganz aktuell eine nationale Strategie gegen Herzgreifdorf und neurovaskuläre Erkrankungen in den Jahr-Zwanzig, sechsundzwanzig gemacht.

00:17:04: Und das ist wirklich bemerkenswert weil Frankreicher genau quasi auf diesen Safeheartplan reagiert und damit zuerst das Risiko erkennen wird bevor es zur Erkannung kommt.

00:17:16: also die haben Frühe Screenings auf kradiovaskuläre Erkrankungen, einschließlich familiärer Hypercholesterinemie und das auch speziell bei Kindern.

00:17:26: Also neugeborenen Screening.

00:17:29: Ja?

00:17:30: Und ich sag mal beim Cholesterien gibt es ja zwischenzeitlich wissen wir das ja auch unter Einheiten wie zum Beispiel Lipopuliprotein A. Einen Wert den man bei einem erwachsenen Mann oder einem Jugendlichen nur einmal im Leben messen muss um ein Risiko vorher zu sagen, bei einer Frau muss man das zweimal machen.

00:17:53: Einmal vor und einmal nach der Minupause.

00:17:56: Da verändert sich eben etwas.

00:17:57: aber ich sag mal so einen Wert ist ja kein Kostenfaktor wenn man den Nutzen dann daraus sieht weil ich sage mal Abrechnungstechnisch zwischen fünfzehn und zwanzig Euro.

00:18:16: also worüber reden wir?

00:18:18: Ja, Herzkreis auf Erkrankung machen die größte Position im deutschen Gesundheitswesen mit jährlich ca.

00:18:27: vierundsechzig Milliarden aus.

00:18:31: Also das ist natürlich eine Hausnummer.

00:18:35: da müsste man schon gucken wo könnte man etwas sparen?

00:18:39: Dänemark hat Prävention standardisiert wohnortnah organisiert.

00:18:46: Also ich glaube, da gibt es eine ganze Reihe von Dingen.

00:18:52: in den Niederlanden ebenfalls ein ähnlicher Plan.

00:18:59: Da ist unheimlich viel Bewegung und wir können von unseren europäischen Nachbarn eine Menge lernen und müssen das Rad nicht neu erfinden.

00:19:11: also es gibt die Dinge schon.

00:19:13: Wir müssen ins Tun kommen.

00:19:14: Genau Sie sagten eben schon bezüglich der wichtigen Punkte, also Risikofaktoren wie Bluthochdruck.

00:19:22: Cholesterinwerte oder auch die Blutzuckerwerte werden oft jahrelang nicht geprüft und damit bleiben auch Risiken unbemerkt.

00:19:32: Kritikerinnen waren allerdings davor, dass dadurch durch ein zu frühes Screening-Versi Menschen gesunde Menschen vor schnell zu Patientinnen gemacht werden könnten.

00:19:42: Wo meinen Sie, ist quasi die Grenze sinnvolle Frühjahrkennung und wo würden sie die ziehen?

00:19:48: Und wo würden Sie ansetzen?

00:19:50: Was wären sinnvollen Präventionsregeln, die wir uns geben

00:19:53: sollten?".

00:19:55: Ja also ich glaube man muss nicht auf jeden Zug aufspringen und man muss auch nicht jedem Wert überinterpretieren ja.

00:20:03: Also man muss immer das Gesamtkonzept sehen So wie Herz-Kreislauferkrankungen entstehen ja nicht an einem Tag.

00:20:12: Und ich glaube, ähnlich ist das mit den Messwerten die nicht automatisch dann zu einer Medikation oder Therapie führen müssen sondern man muss das Gesamtkonzept sehen.

00:20:30: Wie alt ist der Mensch?

00:20:32: und ich glaube dass dort wirklich wir ausgezeichnetes ärztliches Wissen in Deutschland verfügen, die das auch dementsprechend machen und genau wissen.

00:20:48: Sind die Tests wirklich ausreichend zuverlässig?

00:20:52: Haben sie eine Konsequenz für den individuellen Menschen und machen dann eine Nutzenschadenabwägung?

00:21:02: Und dann ist eben ein risikobasierter Ansatz.

00:21:09: Das ist ja das, was in den EU-Save-Hartplan vorgeschlagen wird.

00:21:15: In dem man sagt wir bilden hier Korraten wo ein Risiko entstehen kann.

00:21:20: Wir wollen das machen und ich glaube dass das allerwesentlichste ist, dass wir die Nutzen daraus dann auch sehen können.

00:21:32: Und den können wir natürlich nur sehen wenn wir diese Daten erfassen wenn wir es nachverfolgen.

00:21:37: Das macht keinen Sinn, Einzelwerte zu haben und jemanden damit alleine zu lassen, sondern das macht nur dann Sinn, wenn ich diesen Menschen auch wieder einbestelle und sage hat sich denn was geändert?

00:21:50: Also ich brauche eine vernünftige Aufklärung über das Bild des Einzelnen und dann kriegen wir sicherlich auch etwas Bewegungen ins Spiel.

00:22:04: Wir sind ja dabei Möglichkeiten zu entwickeln, auch wenn das etwas lange gedauert hat.

00:22:10: Aber die elektronische Patientenakte könnte hier wirklich zum Gamechanger werden, wenn wir diese Daten alle vernünftig pflegen.

00:22:21: Apropos Kingchanger, viele für allem jüngere Menschen nutzen ja auch wearables und es ist ein Trend deutlich zu erkennen dass quasi die Uhren und die sonstigen Tools stark nachgefragt und genutzt werden.

00:22:33: Das heißt also sehen Sie vielleicht einen Hoffnungsschimmer das also die Jüngeren-Menschen sich zumindest da etwas schon selbst aktiv um Prävention bemühen?

00:22:45: Ja!

00:22:47: Also... Ich sage mal, deswegen ist es so wichtig dass man natürlich den medizinischen Rat an der Stelle auch mit einbezieht.

00:22:59: Diese Variables sind ja keine Spiele wenn man das so nimmt und man darf die Einzel... Faktoren dann auch nicht falsch interpretieren, weil man bei Dr.

00:23:13: Google dieses und jenes gelesen hat, sondern dafür gibt es Experten und ich sage mal einmal im Jahr zum Arzt gehen und mit dem Arzt über meine individuellen Daten zu sprechen wenn ich sie denn so trecke ist ja wunderbar.

00:23:30: das erleichtert die Arbeit auf beiden Seiten.

00:23:35: Also wer sich dementsprechend verhält, das wäre ja dann die zweite Frage.

00:23:39: Habe ich so ein Variable und ich sehe da habe ich einen hohen Blutdruck Und das ist dann auch wieder individuell.

00:23:49: Dann kommen junge Menschen an und sagen Ja es ist doch nicht so schlimm Da hab' ich mal den und den Wert Sind sich aber gar nicht über die Folgen Wahrscheinlich so bewusst, weil sie darüber nie aufgeklärt sind.

00:24:03: Was bedeutet das?

00:24:04: Ein x-faches höheres Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

00:24:10: Es tut mir ja nichts

00:24:11: weh.".

00:24:12: Definitiv, da sprechen Sie an was ja auch schon der vorvorgehende Gesundheitsminister Prof.

00:24:18: Lauterbach sagt.

00:24:19: es ist eben ein stiller Keller Und da müssen wir mehr Aufklärung machen.

00:24:25: Kommen wir also nochmal zurück zur Bundesregierung, wenn die in dieser Legislaturperiode nur eine einzige Maßnahme für bessere Herzgesundheit umsetzen könnte?

00:24:38: Was wäre Ihr Rat?

00:24:40: Was müssten Sie anpacken?

00:24:42: Ich bleib bei dem was ich eben schon erwähnt habe.

00:24:46: Also ich würde wirklich einen Versuchen ein nationales Programm zur Senkung des Blutdruckes in der Bevölkerung zu bringen.

00:24:58: Auch kombiniert natürlich mit Lebensmitteln, weil da muss Salz aus den Lebensmittlen heraus.

00:25:08: Bluthochdruck ist eben relativ einfach dann zu bekommen Und ist ein riesen Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.

00:25:21: Ich glaube, das ist gar nicht so bewusst eben weil er dieser stille Killer ist und unbemerkt läuft man damit herum.

00:25:31: Das ist eine tickende Zeitbombe denn die Folgekosten sind dann gigantisch.

00:25:41: Man müsste es natürlich auch simplifizieren also in vielen Stellen, wo man ihn messen könnte.

00:25:53: Das wäre gut und wir wollen nicht, dass dadurch mehr Menschen Patienten werden sondern wir wollen, dass mehr Menschen einfach gesund sind.

00:26:05: Und ich glaube das ist der Punkt den man machen kann und ich denke gesunde Haltung eigentlich das Wort ist der Motor für funktionierende Systeme die wir brauchen.

00:26:17: und gesunde Haltung, das sind wir wieder bei Health in Old Policies.

00:26:23: Man kann es nicht häufig genug sagen und ich glaube, dass ist auch das was der neue Gesundheitsminister seinen Kollegen in den anderen Ressorts wirklich beibringen muss, dass auch in ihren Bereichen sehr wohl diverse Baustellen sind, an denen sie arbeiten müssen um die Gesamtgesundheit in diesem Land nach oben zu bringen.

00:26:53: Ja schau da ich bedanke mich für das Gespräch!

00:26:57: Ja recht herzlichen Dank.

00:26:59: Wir hoffen dass Ihnen diese Ausgabe von Einblick nachgefragt gefallen hat.

00:27:03: Bitte schicken Sie uns gerne Anregungen und Fragen an.

00:27:06: Gesundheitsmanagement atberlin-chemie.de.

00:27:11: Sie finden

00:27:12: unsere Kontaktdaten

00:27:13: auch

00:27:20: in den Shownotes.