EinBlick – Der Podcast

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00:00:00: Einblick der Podcast.

00:00:05: Willkommen beim Einblick Podcast, der Podcast für den tieferen und dennoch knackigen Einblick in die relevanten Ereignisse des Gesundheitswesens der vergangenen Woche vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.

00:00:18: Heute ist der dreißigste Oktober zweitausendzechsundzwanzig.

00:00:22: Welche Themen stammten in dieser Woche im Mittelpunkt?

00:00:25: TK-Chef Jens Baas will gesetzliche und private Krankenversicherung durch ein neues System ersetzen.

00:00:31: Gesundheitsminister Linnemann will die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen mindestens halbieren.

00:00:37: Nach mehreren gescheiterten Anläufen beschließt der Bundestag die Notfallreform, Rettungsdienste und Hausärztinnen sehen jedoch weiterhin Lücken bei Finanzierung und Personal.

00:00:48: Streit um die Termin-Meldepflicht KBV-Chef Andreas Gassen warnt vor längeren Wartezeiten Die Krankenkassen widersprechen.

00:01:01: Knapp dreizehn Millionen ambulante Notfälle behandelten die Kliniken zuletzt in einem Jahr.

00:01:13: Womit starten wir?

00:01:15: Gesetzliche und private Krankenversicherung abschaffen und durch ein neues System ersetzen, das fordert Jens Baas, Chef der Technikerkrankenkasse.

00:01:25: Aus der gesetzlichen Versicherung will er den Verzicht auf Risiko-Selektion übernehmen Aus der privaten, den Schutz der Altersrückstellungen vor staatlichem Zugriff und mehr Vertragsfreiheit mit Ärztinnen und Kliniken.

00:01:38: Thorsten Frey, Chef der Unionsfraktion widerspricht – das Nebeneinander beider Systeme fördere den Wettbewerb.

00:01:46: Weniger Krankenkassen will Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann.

00:01:50: Bereits im April forderte er die Zahl der derzeit dreiundneunzig Kassen mindestens zu halbieren.

00:01:57: Oliver Blatt, Vorstandschef des GKV-Spitzenverbands bezweifelt jedoch den Nutzen einer politisch festgelegten Zahl.

00:02:03: Der Anteil der Verwaltungskosten liegt schon heute nur bei rund vier Prozent.

00:02:08: Unterstützung für Fusionen erhält Linnemann hingegen vom SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis.

00:02:15: Die Niederlande machen es anders – erklärt deren früherer Gesundheitsminister Abkling.

00:02:20: Seit Jahrzehntausend sechs gibt es dort keine Trennung mehr zwischen gesetzlich und privat.

00:02:25: Nur noch zehn Kassen Wetteifern um die Versicherten.

00:02:29: Für die Fachärztliche Versorgung gebe Deutschland rund ein Viertel mehr aus als die Niederlande, so

00:02:34: klingt.".

00:02:41: Nach mehreren gescheiterten Anläufen hat der Bundestag am fünften Oktober der Reform-der-Notfallversorgung zugestimmt.

00:02:49: Die Notrufnummer «Eins, Eins, zwei» und der ärztliche Bereitschaftsdienst unter «Ens, Eins sechs, Eins eins sieben» werden digital zu einem Gesundheitsleitzystem zusammengeführt.

00:02:59: Egal welche Nummer Hilfe suchende wählen, eine einheitliche Ersteinschätzung soll entscheiden ob sie in einer Arztpraxis einen Notdienstpraxis oder in die Notaufnahme gehören.

00:03:10: Zentrale Anlaufstellen werden integrierte Notfallzentren INZ an Kliniken mit Notaufnahmen, Notdienstpraxis und gemeinsamer Ersteinstetzung.

00:03:20: Achtundneunzig Prozent der Bevölkerung sollen ein solches Zentrum in höchstens dreißig Autominuten erreichen.

00:03:26: Die Notfallrettung wird als eigene Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung verankert.

00:03:31: Künftig wird auch die Behandlung vor Ort vergütet, wenn anschließend kein Transport ins Krankenhaus erforderlich ist.

00:03:38: Langfristig werden Einsparungen von rund eineinzikommer zwei Milliarden Euro pro Jahr erwartet.

00:03:43: Genau dieser Spardruck bringt die Rettungsdienste auf.

00:03:47: Ihre Spitzenorganisationen fürchten dass die Krankenkassen die Einsätze nicht mehr ausreichend bezahlen.

00:03:53: Der grünen Gesundheitspolitiker Janosch-Damen warnt, müssten Patientinnen Einsätze selbst bezahlen, könnten sie im Notfall davor zurückschrecken Hilfe zu rufen.

00:04:04: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV und der Hartmannbund kritisieren die Pflicht zu Notfalldiensten rund um die Uhr.

00:04:11: Sie sehen darin eine Parallelstruktur für die Personal fehlt.

00:04:21: Die Ausgaben für den Rettungsdienst hätten sich seit Jahrzehnten fast verdoppelt, auf rund acht Milliarden Euro.

00:04:27: Die deutsche Stiftung Patientenschutz mahnt – Nächte, Wochenenden und Feiertage blieben die Krisenzeiten.

00:04:35: Abschließend berät der Bundesrat das Vorhaben am zwanzigsten November.

00:04:39: Zustimmen muss er nicht!

00:04:41: Die Länder können aber den Vermittlungsausschuss anrufen.

00:04:44: Dies würde die lange überfällige Reform weiter verzögern.

00:04:54: Per Video zum ärztlichen Bereitschaftsdienst direkt aus der Apotheke.

00:04:59: Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein testet das mit interessierten Apotheken.

00:05:04: Grundlage sind die seit Juli dieses Jahres geltenden bundesweiten Regeln zu assistierten Telemedizin in Apothecken.

00:05:23: Auch Kliniken ohne eigene Notdienstpraxis können den Zugang nutzen, um Bagatellfälle aus der Notaufnahme herauszuhalten.

00:05:36: Gesetzlich Versicherte müssten ab dem kommenden Jahr länger auf Arzttermine warten – das erwartet KBV-Chef Andreas Gassen.

00:05:44: Mit den Kurzungen des Sparpakets von knapp drei Milliarden Euro habe die Bundesregierung mehr als fünfzig Millionen Termine gestrichen.

00:05:52: Die verschärfte Meldepflicht macht es schlimmer!

00:05:55: Termine, die Praxen der Servicestelle melden müssten, fehlten für ihre eigenen Patientinnen.

00:06:00: Bisher bestimmten VertragsärztInnen selbst wie viele freie Termine sie den Terminservice-Stell melden.

00:06:07: Künftig legen die kassenärzlichen Vereinigungen den Umfang gemeinsam mit dem Krankenkassen fest.

00:06:12: Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands Spiefa kritisiert Die Regel sei der Notfallreform kurz vor Schluss im Schweizgalopp angehängt worden.

00:06:23: Der AUK-Bundesverband dagegen lobt einen echten Fortschritt.

00:06:51: Gegen die Bevorzugung von Privatversicherten durch eine schnellere Terminvergabe machen Politikerinnen von CSU und SPD Druck.

00:06:59: Der bayerische CSU-Fraktionschef Klaus Holitschek schlägt vor, dass Onlineportale den Versicherungsstatus nicht mehr abfragen dürfen.

00:07:08: Die SPD-Fraktion wirbt für eine Termingarantie – ein Facharzttermin binnen drei Wochen in zumutbare Entfernung, sonst die ambulante Behandlung im Krankenhaus!

00:07:19: Neue Strukturen schaffen keine zusätzlichen Ärztinnen.

00:07:23: Mit diesem Argument wendet sich der Hausärzteverband Sachsen-Anhalt in einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz.

00:07:31: Bei der Notfallreform sei ungeklärt, wer die Dienste rund um die Uhr leisten solle.

00:07:36: Bis zum Jahr im Jahr und bis zum Jahr ist es möglich, dass eine Drittel der MedizinerInnen in den Ruhestand gehen, rechnet die dortige kassenärztliche Vereinigung.

00:07:45: Um die Terminhoheit ging es auch in der Anhörung zum Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen gedig.

00:07:53: Ab Februar, zw.a.

00:07:55: solln Versicherte über die elektronische Patientenakte EPA Termine buchen und eine digitale Ersteinschätzung nutzen können – angeboten von den Krankenkassen.

00:08:05: KBV Bundesärztekammer-und Fachärzteverband lehnen das ab Die Terminvergabe müsse bei den Praxen bleiben.

00:08:18: Die Ersatzkassen wollen mit dem GDIC mehr Gesundheitsdaten auswerten dürfen.

00:08:23: Seit zwei Jahren können Kassen ihre Versicherten gezielt auf Risiken hinweisen, etwa eine fällige Darmspiegelung oder eine Impflücke.

00:08:32: Künftig sollen sie auch schwere Herz-Kreislauferkrankungen und drohende Pflegebedürftigkeit früh erkennen – mit Einwilligung anhand von EPA Daten & wearables!

00:08:42: Die VDEC-Vorstandsvorsitzende Elsna will noch weitergehen und auch psychische und muskelskeletterkrankungen einbeziehen.

00:08:49: Die Ärzteschaft lehnt die Ausweitung ab!

00:08:52: Für solche Auswertungen gebe es keinen Nutzen.

00:08:54: nachweis, sie griffen in das Verhältnis zwischen Ärztinnen und Patientinnen ein.

00:09:05: Eine Pflicht zur telefonischen Ersteinschätzung vor dem Gang in die Notaufnahme fordert Barmer Chef Christoph Straub.

00:09:12: Laut dem neuen Krankenhausreport der Kasse behandeln die Kliniken knapp dreizehn Millionen ambulante Notfälle im Jahr, rund sechzig Prozent davon ohne operative Diagnostik.

00:09:23: Vorbild sei Dänemark – dort sei die telefonische Einschätzung in zweiundvierzig Prozent der Fälle bereits abschließend!

00:09:30: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht die Kassen in der Pflicht, die Gesundheitskompetenz ihrer Versicherten zu verbessern.

00:09:37: Verbindliche Behandlungswege verlangen auch vier Bundesländer quer durch die Parteien.

00:09:42: Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fordern in einem Brief an Gesundheitsminister Linnemann eine feste Zuordnung zu einer Primärversorgungspraxis.

00:09:52: Einen Überweisungsvorbehalt mit Ausnahmen und mehr eigenständige Befugnisse für Pflege- und Gesundheitsfachberufe.

00:10:00: Seinen Gesetzentwurf zur Primerversorgung will das Ministerium im November vorlegen.

00:10:11: Bayern will kleine Kliniken vor dem Ausbewahren, in denen sie zu Sektoren übergreifenden Versorgungseinrichtungen werden.

00:10:18: Dort sollen stationäre Behandlungen, ambulante Angebote und Pflege unter einem Dach laufen mit höchstens dreißig bis fünfzig Betten.

00:10:26: Laut bayerischer Krankenhausgesellschaft sind bis zu zwanzig Umwitmungen im Gespräch.

00:10:32: Umstritten ist vor allem die Schließung von Notaufnahmen Bayerns.

00:10:36: Gesundheitsministerin Judith Gerlach betont, Notfallangebote durften nur wegfallen wenn eine andere Klinik in angemessener Zeit erreichbar sei und die zusätzlichen Patientinnen auch versorgen könne.

00:10:53: Medizinische Fachkräfte in den USA nutzen zunehmendst die KI-Plattform Open Evidence.

00:10:59: Laut einer Harvard Studie waren es binnen zweieinhalb Jahren knapp eine Million.

00:11:05: Ärztliche Fragen betrafen am häufigsten Behandlung und Patientenmanagement.

00:11:09: ÄrztInnen in frühen Karrierephasen nutzten die Plattform überproportional häufig.

00:11:16: Antwortqualität und Versorgungsnutzen wurden bei der Studie nicht untersucht.

00:11:21: Seit Ende April, im Jahr ist das Ende des Jahres, den Zugang aus der EU und dem Vereinigten Königreich nach eigenen Angaben wegen regulatorischer Unsicherheit rund um KI-Vorschriften.

00:11:33: Wie KI das Neurochirurgische Erstgespräch verändern kann, zeigt eine Studie am Universitätsklinikum Dresden mit dreihundert Patientinnen.

00:11:43: Wer seinen Befund vorab als geprüfte KI-Übersetzung in einfacher Sprache gelesen hatte, bewertete das Gespräch besser – vor allem bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung.

00:11:53: Zugleich verkürzte sich die Gesprächsdauer im Median um acht Minuten.

00:11:58: Weitere Studien an mehreren Kliniken sollen folgen!

00:12:07: So weit unser Rückblick.

00:12:09: Welche Themen sind wichtig für die kommenden Wochen?

00:12:11: Die Studierenden erhöhen den Druck für eine Reform des Medizinstudiums.

00:12:16: Sie verlangen eine faire Vergütung im praktischen Jahr und mehr Digitalisierung, ambulante Versorgung und Gendermedizin im Lehrplan.

00:12:24: Der Marburger Bund unterstützt sie.

00:12:27: Bei Hirntumoren sollen künftig KI-Agenten helfen.

00:12:31: In einem vierjährigen EU-Projekt unter Heidelberger Federführung entstehen Systeme zur Unterstützung von Diagnostik und Therapieplanungen.

00:12:40: Die letzte Entscheidung soll bei den behandelnden Ärztinnen bleiben!

00:12:53: Sie finden unsere Kontaktdaten auch in den Shownotes.

00:13:05: Wir freuen uns, wenn sie am nächsten Freitag wieder dabei sind beim Einblick.

00:13:09: Podcast vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.