EinBlick – Der Podcast

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00:00:00: Einblick der Podcast.

00:00:06: Willkommen beim Einblick-Podcast, der Podcast für den tieferen und dennoch knackigen Einblick in die relevanten Ereignisse des Gesundheitswesens der vergangenen Woche vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.

00:00:19: Heute ist der vierte September zweitausendzechsundzwanzig.

00:00:25: Welche Themen standen in dieser Woche im Mittelpunkt?

00:00:28: Pflegekassen schlagen Alarm.

00:00:30: Im Oktober reicht das Geld nicht mehr.

00:00:33: Die neue Chefin des gemeinsamen Bundesausschusses will viel Regulierung abschaffen.

00:00:38: Hausärztinnen und Hausärzteverband, wer die Hausarztpraxis umgeht soll sich an den Kosten beteiligen.

00:00:45: Fünfzehntausend achthundert Hitze tote – die Koalition streitet über das Grundgesetz.

00:00:55: Womit starten wir?

00:00:56: Die Neue Vorsitzende des Gemeinsamten Bundesauschusses Sonja Obtendrenck will das Gesundheitssystem einfacher machen.

00:01:03: Wir könnten wahrscheinlich viel Regulierung abschaffen, sagte sie dem Tagesspiegel-Background.

00:01:08: Das Spargesetz sei ein Jahr zu spät

00:01:10: gekommen.".

00:01:11: Von Bundesgesundheitsminister Karsten Linnemann erwartet sie, dass er die Selbstverwaltung als Partner sieht.

00:01:17: Das gesamte Interview finden Sie in den Shownotes.

00:01:21: Die Finanzkommission Gesundheit schaut sich unter anderem die Arzneimittel genauer an.

00:01:26: Für den siebzehnten September lädt sie den GKV-Spitzenverband und die Pharmaverbände zu einem Fachgespräch über Effizienz in der Arzneimittelvergütung.

00:01:35: In Mittelpunkt stehen eine kontinuierliche Reevaluation, und die Kosten nutzen Bewertungen von Arzneimetern Themen auf die die Pharmabrosche gern verzichtet hätte.

00:01:50: Im Dezember legt die Finanzkommission ihren zweiten Bericht vor – dann geht es um Strukturreformen.

00:01:57: Ferdinand Gerlach und Jonas Schreijög aus der Kommission sagten der Ärztezeitung, wohin die Reise geht.

00:02:03: Das System könne nicht so arztzentriert bleiben wie bisher.

00:02:07: Der Orientierungswert sei zu stark auf den Arzt zugeschnitten und behindere die Vergütung teamorientierter Versorgung.

00:02:14: Aufgaben ohne Approbation machen laut Gerlacher dreißig bis vierzig Prozent der ärztlichen Arbeitszeit aus.

00:02:21: Er setzt auf die fourhundertfünfundsiebzigtausend medizinischen Fachangestellten und auf Zentren, in denen Haus- und Fachärztinnen Pflege und Apotheke unter einem Dach arbeiten.

00:02:32: Steuerung und Koordination bleiben bei den HausärztInnen.

00:02:36: Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat sechs Forderungen für das Primärversorgungssystem vorgelegt.

00:02:43: Grundlage soll die hausarztzentrierte Versorgung HZV sein an der bundesweit mehr als elf Millionen Menschen teilnehmen.

00:02:50: Weitere Anlaufstellen wie Apotheken, Facharztpraxen oder eine digitale Ersteinschätzung lehnt der Verband ab.

00:02:57: Das führt zu einer weiteren Kaotisierung der Versorgung.

00:03:01: Die Teilnahme soll freiwillig bleiben.

00:03:04: Wer sich einschreibt erhält schneller einen Facharsttermin.

00:03:07: Wer anschließend ohne Überweisungen direkt eine Facharzpraxis aufsucht, soll sich an den Kosten beteiligen.

00:03:14: Ende Juni kündigte die Technikerkrankenkasse vierzehn ihrer HZV-Verträge zum Jahresende.

00:03:20: Laut einer von ihr beauftragten Evaluation hatten teilnehmende Mehrfacharzt Kontakte.

00:03:26: Die Zahl der Krankenhausaufenthalte sank nicht!

00:03:47: Vizepräsidentin Jutta Bleidorn, man kann er es sich nicht leisten dass Menschen ratlos im System umherirren.

00:03:59: Die Pflegekassen schlagen Alarm.

00:04:01: die Mittel der sozialen Pflegefersicherung sind im Oktober voraussichtlich aufgebraucht trotz eines Bundesdarlehens über drei Komma zwei Milliarden Euro.

00:04:11: Die pflege ist akut in Not sagte Oliver Blatt Chef des GKV Spitzenverbands Bis Jahresende fehle eine halbe Milliarde.

00:04:19: Die Ausgaben stiegen im ersten Halbjahr um elf Prozent, die Beiträge nur um drei Komma neun.

00:04:25: Der Verband rechnet für das kommende Jahr mit einer Lücke von zehn Milliarden Euro.

00:04:30: Der Bund solle die mehr als fünf Milliarden Corona-Schulden zurückzahlen und die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige übernehmen – die Länder, die Investitionskosten der Heime.

00:04:41: Die Pflegereform soll noch im September ins Kabinett.

00:04:45: Den Krankenkassen droht zudem eine Milliardenrechnung aus dem Risikostrukturausgleich.

00:04:51: Das Bundesamt für Sozialesicherung BAS prüft, ob Kassen das Diagnoseverhalten von Ärztinnen unzulässig beeinflusst haben.

00:04:59: Der GKV-Spitzenverband erwartet einen zehnstelligen Betrag an Korrekturen und hat die Kassen zu einer Sondersitzung geladen.

00:05:08: In Kassenkreisen ist von zwei bis vier Milliarden Euro für Betreuungsstrukturverträge und bis zu zwei Milliarden für Chronikerpauschalen die Rede.

00:05:17: Der AOK-Bundesverband hält die Prüfungen für rechtlich unhaltbar, und verweist auf ein Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen.

00:05:25: Die Ortskrankenkassen wollen klagen!

00:05:29: Ende twenty-fünfundzwanzig hatten die Achtundfünfzig Bundesunmittelbaren Kassen laut BAS-Report Rücklagen von rund zweikommer neun Milliarden Euro, sechzehn Prozent einer Monatsausgabe.

00:05:44: Die Mindestrücklage von zwanzig Prozent erreichten nur neunzehn.

00:05:49: Im Januar stieg der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf über drei Komma zwei Prozent.

00:05:54: Die Beschwerden beim Bundesamt stiegen auf knapp fünftausend.

00:05:58: Ein Anstieg von neunundzwanzig Prozent und ein Höchststand.

00:06:02: Viele davon betrafen den Kassenwechsel.

00:06:09: Bei der Digitalisierung gibt es Klarheit für die Praxen.

00:06:13: Die Befüllung der elektronischen Patientenakte EPA wird noch bis Jahresende vergütet, ebenso die Zuschläge für die Terminvermittlung.

00:06:21: Das hat der erweiterte Bewertungsausschuss entschieden.

00:06:25: Der GKV-Spitzenverband wollte die Zahlungen schon ab Oktober streichen.

00:06:29: Beim Orientierungswert für twenty-sevenundzwanzig gab es keine Einigung.

00:06:34: Sieben Krankenkassen mit rund vierunddreißig Millionen Versicherten erproben seit Juli ein digitales Verfahren für die Verordnung von Hilfsmitteln, vom Diabetes-Sensor bis zum Inhalationsgerät.

00:06:46: Rund hundert und siebzig tausend Versicherte haben die App dafür geladen.

00:06:51: Laut einer Forserumfrage befürworten dreiundachtzig Prozent elektronische Verordnungen auch für Heil- und Hilfsmittel.

00:06:58: Bei den unter-vierzigjährigen sind es sogar einundneinzig Prozent.

00:07:06: Die Bundesregierung will das Sparpaket zugunsten der Pharmaindustrie noch einmal aufschnüren.

00:07:12: Einfachkremium von Gesundheits und Wirtschaftsministerium arbeitet seit Ende August an einer Standortklausel.

00:07:19: Unternehmen, die in Deutschland forschen und produzieren sollen vom verdoppelten Herstellerabschlag von fünfzehn Komma fünf Prozent entlastet werden.

00:07:27: Den Vorsitz haben der Chef der Chemiegewerkschaft IGBCE Michael Vasiliades und der Ökonom Michael Hüter.

00:07:35: Das Gremium hat mehr als eindutzend Mitglieder, darunter Hans Steutel, Präsident des Verbandforschender Arzneimittelhersteller VFA und Stefanie Stoffanes, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands.

00:07:50: Der Bundestag soll die Klausel anschließend über ein laufendes Gesetzgebungsverfahren beschließen.

00:07:55: Bis Ende September soll das Gremium eine Formulierungshilfe liefern, die Klausel soll zum ersten Januar in Kraft treten.

00:08:04: Der Unionsberichterstatter Stefan Pilsinger will eine gestufte Entlastung nach Investitionen, Forschung und Beschäftigung – und bereits getätigte Investition anrechnen.

00:08:15: Eine Standortklausel allein wird nicht ausreichen, sagt er.

00:08:23: Standortförderung sei keine Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung.

00:08:27: Weil die Klausel weder Beiträge noch Lohnzusatzkosten erhöhen darf, prüft die Koalition laut Frankfurter allgemeiner Zeitung Subventionen aus dem Wirtschaftsministerium und EU-Förderprogramm.

00:08:39: Steuertil beziffert den Sparbeitrag der Branche bis zum Jahr im Jahr oder im Jahr von einem Jahr bis zu einem Jahr.

00:08:46: Der VfA fordert zudem ein Amnock Zwei Punkt Null Berücksichtigung des US-Preisniveaus, eine besser nutzbare Vertraulichkeitsoption für Erstattungspreise, zwölf Monate freie Preisbildung und einen Inflationsausgleich.

00:09:01: Hintergrund ist der Preistruck aus den USA – sechsundzwanzig Konzerne haben inzwischen Vereinbarungen mit der Regierung Trump geschlossen.

00:09:09: Auch bei der Strukturreform will der VFA mitreden und hat der Finanzkommission ungefragt Antworten zur Digitalisierung geschickt.

00:09:17: Der Verband fordert verbindliche Standards für Gesundheitsdaten und will die im Digitalgesetz geplanten Reallabore nicht auf Krankenkassen beschränken.

00:09:26: Industrie- und Kassen sollten dort gemeinsam Therapieverläufe untersuchen können.

00:09:51: Allein auf die Extremhetze Ende Juni entfallen neuntausend sechshundert Todesfälle, weitere viertausende auf den ersten Augustwochen.

00:09:59: Mehr als die Hälfte der Verstorbenen war über fünfundachtzig Jahre alt.

00:10:04: Besonders hart traf es das Saarland und Rheinland-Pfalz.

00:10:07: Dort starben dreiundfünfzig beziehungsweise achtundvierzig Menschen pro hunderttausender Einwohner an der Hetze.

00:10:14: In der Politik sorgt das für Streit.

00:10:16: Die SPD fordert, Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern ins Grundgesetz aufzunehmen.

00:10:23: Grüne und Linke zeigen sich offen für Gespräche – ohne sie bleibt die nötige Zweidrittelmehrheit unerreichbar!

00:10:43: Staatsminister Philipp Amthor soll nun mit den Ländern konkrete Vorschläge erarbeiten.

00:10:48: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lehnt eine Grundgesetzänderung strikt ab, Bundesumweltminister Carsten Schneider will weiter dafür werben.

00:10:57: Unterstützung kommt von Karl Lauterbach.

00:11:00: Der frühere Gesundheitsminister hält die Zahl der Hitze-Toten für unterschätzt.

00:11:04: Die wenigsten Menschen sterben bei Hitze an einem klassischen Hitzschlag.

00:11:08: Er appelliert an die Union ideologische Vorbehalte zurückzustellen.

00:11:13: Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB fordert einen Hitze-Gipfel und der paritätische Wohlfahrtsverband ein Sofortprogramm für Pflegeheime, Kliniken und Kitas.

00:11:32: Nach der Sommerpause nimmt der Berliner Politikbetrieb wieder Fahrt auf!

00:11:36: Am achten September beginnt die Haushaltswoche.

00:11:43: Auch das bisherige Darlehen für die Pflegeversicherung entfällt.

00:11:47: Am neunten gründet sich der Parlamentskreis Industrielle Gesundheitswirtschaft eine informelle Abgeordnetenrunde für Pharma, Medizintechnik und Biotechnologie.

00:11:57: Wie wird der nächste Sommer sicherer was den Hitzeschutz angeht?

00:12:02: Eine Bund-Länderarbeitsgruppe prüft die Grundgesetzänderung.

00:12:05: Hessen erwergt eine Kampagne zum Schutz älterer Menschen.

00:12:08: Das Deutsche Rote Kreuz fordert verbindliche Hitzschutzkonzepte samt Finanzierung.

00:12:14: Hat Ihnen die breite und bunte Palette an Nachrichten und Informationen gefallen?

00:12:19: Gerne können Sie unseren Podcast weiter empfehlen.

00:12:23: Schreiben sie uns Ihre Anregungen und Fragen bitte an gesundheitsmanagementatsberlin-chemie.de.

00:12:30: Sie finden unsere Kontaktdaten auch in den Shownotes!

00:12:35: Wir freuen uns, wenn Sie am nächsten Freitag wieder dabei sind beim Einblick.

00:12:39: Podcast vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.