EinBlick – Der Podcast

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00:00:00: Ein Blick

00:00:00: nachgefragt.

00:00:05: Willkommen bei Ein Blick Nachgefragt, dem Podcast mit Interviews und Gesprächen zum Gesundheitswesen vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.

00:00:14: Ambulant und stationär gemeinsam planen – was das Innovationsformprojekt pro Reverse für die ländliche Versorgung gezeigt hat!

00:00:22: Fachjournalist und Einblickredakteur Christoph Nitz im Gespräch mit Steffen Bohm und Professor Matthias Stövas über sektorenübergreifende Versorgungsplanung in ländlichen Brandenburg, regionale Planungskonferenzen und die Lücke zwischen Theorie und Praxis.

00:00:38: Er ist seit rund dreißig Jahren in der Versorgungsforschung und Beratung im Gesundheitswesen tätig.

00:01:09: Das Innovationsfondsprojekt ProReverse, kurz für prospaktive regionale Sektorenübergreifende Versorgungsplanung ist im Oktober und wird vom Innovationsausschuss beim gemeinsamen Bundesausschuss GBA mit rund Untersucht wurde am Beispiel der Landkreise Prygnetz und Ostprygnitz-Rupin im Nordosten Brandenburgs, wie ambulante und stationäre Versorgung über die Sektorengrenzen hinweg gemeinsam und bedarfsgerecht geplant werden können.

00:01:41: Konsozialführer ist die AGNON.

00:01:43: Konsocialpartner sind die AOK Nordost, die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburger, die KNG-Kliniken.

00:01:52: Guten

00:01:59: Tag Herr Bohm, guten Tag Herr Stövers.

00:02:01: Ich freue mich, dass Sie Zeit für den Einblick podcast finden.

00:02:09: Wir wollen heute sprechen über ein Innovationsfondsprojekt, nämlich prospektive Sektorübergreifende regionale Versorgungsplanung im ländlichen Raum kurz ProRiBers.

00:02:22: und da meine erste Frage an Sie Herr Bohr ProReverse ist ein vergleichsweise langlebiges Innovationsfondsprojekt geworden mit echten Daten aus zwei realen Landkreisen, also nicht nur einen Schreibtischprojekt.

00:02:36: Was war für Sie der konkrete Anlass?

00:02:39: Ein Projekt genau zu dieser Frage aufzusetzen und warum gerade in Brandenburg?

00:02:43: Also ausgehend von so den bundesgesetzlichen Norm- und Aufgabenzuweisungen stehen ja die ambulanten und die stationäre Kapazitätsplanung nach wie vor unverbunden nebeneinander.

00:02:54: Versorgungsabläufe dagegen typischerweise nicht, weil die überschreiten nämlich die Sektorengrenzen und man könnte auch sagen wenn man böszlingig wäre geltendes Recht trennt was eigentlich zusammen gehört oder besser zusammen gehören müsste.

00:03:07: Und zwar in den Bereichen in den verschiedensten Bereichen also an einer Planung in der Zulassung in den versorgungs abläufen in Vergütung und Finanzierung.

00:03:14: so jetzt nachhaltige strukturelle Reform haben wir schon eine lange Diskussion darüber sind aber werden gefordert von den Experten vom Sachverständigenrat, von anderen Expertengremien.

00:03:28: Substanziell ist allerdings bisher nicht allzu viel geschehen und das sicherlich auch weil man dann ja konsequenterweise bei den angesprochenen Zuständigkeiten und Aufgabenzuweisungen anfangen müsste.

00:03:38: Und da sind natürlich die Widerstände groß aber verharren ist nun mal auch keine Lösung.

00:03:44: und zuletzt eben auch für die Bürger nicht und schon gar nicht für die auf dem Land Die auf dem Land sind von den erforderlichen Anpassungen, jetzt auch im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform mit einem gewissen Rückbau natürlich auch von Kapazitäten und Konzentrationsprozessen.

00:04:01: Sie sind da besonders betroffen und auch von den Nachbesetzungsproblemen beim Ausscheiden vor allem von Hausärzten weil gleich gut erreichbare Auswahlmöglichkeiten fehlen oft.

00:04:11: Und wie hinderlich die Gegebenheiten sind und welche Schwierigkeiten sich im Detail ergeben, das haben wir in einem Vorgängerprojekt Strukturmigration im Mittelbereich Templin.

00:04:21: Das ist das Stimmprojekt gewesen in Brandenburg ja auch erlebt.

00:04:25: hier ging es jetzt konkret um die Anpassung der Strukturen vor Ort einschließlich Bettenabbau in einem kleinen Haus der Grundversorgung seiner Krankenhaus in Templinen.

00:04:34: Und daraus ist eigentlich die Idee für dieses Pro-Revertsprojekt entstanden, das nämlich mal ein bisschen grundsätzlicher anzugehen und sich zu überlegen.

00:04:41: Wie kriegen wir denn so eine regionale Situation auch dann tatsächlich transportiert auf die Ebene von Entscheidungen um die erforderlichen Anpassung in der Region dann umzusetzen und vorzunehmen?

00:04:55: Danke Herr Stöber.

00:04:57: Sie sind Mediziner und Medizin Controller aber nicht klassischer Versorgungsforscher.

00:05:02: was hat aus Sicht eines Klinis Trägers wie der KNG den Ausschlag gegeben, dass sie sich als Konsozialspartner beteiligt haben und nicht einfach gesagt haben ist eigentlich nicht unser normales Geschäft.

00:05:13: Vielen Dank also.

00:05:14: Versorgungsplanung ist das eine, dass die Planungen praktisch zugepalten und auch leber und erlebbar für die Patienten zu machen, ist das nächste und das häufig noch schwierigere.

00:05:27: Und da sind natürlich wir als Krankenhausträger neben dem ambulanten Bereich aber auch den Kassen eben ein maßgeblicher Beteiligt.

00:05:38: Das war ein Grund warum wir auf jeden Fall bei der Gestaltung im Rahmen dieses Projektes mitmachen wollten.

00:05:49: Erlauben wir mal, die Frage noch ein wenig zu erweitern.

00:05:53: Wir haben auch im Rahmen dieses Projektes gesehen welche sinnvollen Einwürfe Hinweise aus Versorgenden und Versorgungsbeteiligten also ob das jetzt Hausärzte oder Krankenhausärzte Personen oder Vertreter des Rettungsdienstes aus der Region gewesen sind im Rahmen unserer Projektgestaltung, also die Befunde einer Expertenkommission.

00:06:29: Im Sinne ihrer Frage echten Versorgungspforschern sind total wichtig und uns entscheidende Grundlagen aber quasi neben den Experten ein Praktiker zu stellen, der das Ganze auf Umsetzbarkeit prüft Hemmnisse sind und wo etwas auch noch angepasst werden muss, um die schöne Theorie dann Praxis werden zu lassen.

00:06:53: Das war auch und ist glaube ich auch wichtig und deswegen auch unsere Teilnahme als praktische in der Versorgung beteiligte Einrichtung.

00:07:04: Vielleicht noch eine Ergänzung von meiner Seite aus.

00:07:07: also das war schon Eine bewusste Wahl, das wir gesagt haben.

00:07:11: So Leuchtturmprojekte haben wir genug, wo gerechnet wird und komplizierte Modelle gerechnet werden für regionalbezogene Kapazitäten.

00:07:21: was wir aber brauchen ist etwas, was wirklich nah an der Praxis entwickelt ist.

00:07:25: Und wir haben ja sehr viel Wert auch darauf gelegt dass wir ein Verfahrensrahmen erproben wollten.

00:07:31: und Verfahrenschrauben unter Einbezug der Beteiligten vor Ort bedeutet dass man auch hinsichtlich der Methoden die man anwendet und die Instrumente, die man entwickelt.

00:07:41: Die müssen ja transportibel und kommunizierbar sein.

00:07:44: Und insofern war uns dieser enge Praxisbezug bei der Entwicklung oder bei der Arbeit jetzt in diesem Projekt.

00:07:51: vor der Stahlinie sozusagen.

00:07:53: Genau, Herr Bohm!

00:07:55: Sie haben in dem Projekt Praxis und Theorie zusammengebracht, sie haben aber auch genau in die Daten reingeschaut auf Demografie, auf die Ärzteschaft, auf Fahrzeiten, auf das Erlebenteversierten... Was hat sie an diesen Daten am stärksten überrascht als sie dann bei ihnen zusammen gelaufen sind?

00:08:13: Also überraschst.

00:08:16: Also es sind zwei Sachen, die ich überraschend fand.

00:08:18: Das eine war der Altenprozient, der jetzt schon in der Ausgangssituation weit über den Bundesdurchschnitt gelegen hat und der in der Prognose bis zu zwanzig dreißig in einer Region auf achtundsechzig und in anderen Regionen sind ja zwei Landkreise gewesen, in der anderen Kreisregion auf über siebzig Prozent hochlaufen würde und was das bedeutet.

00:08:42: Und gleichzeitig aber auch absolut nimmt die Anzahl derjenigen, die eigentlich die Unterstützung von älteren erkrankten Menschen leisten können in der Versorgungsregion deutlich ab.

00:08:54: Und wenn man sich diese Situation vergegenwärtigt und deutlich macht, das treibt einem dann schon ein bisschen die Sorgenverhalten auf die Stirn.

00:09:02: Wir haben ja noch ein anderes Projekt gehabt an wo wir ganz Brandenburg unter die Lupe genommen haben.

00:09:07: Das war jetzt nicht dieses Pro-Wers-Projekt aber da.

00:09:10: Auch da ist so gewesen, dass die Ostprygnitz und die Prygniz, was diese demografische Verschiebung anbetrifft, sind schon überdurchschnittlich stark betroffen.

00:09:23: Das muss man sagen.

00:09:25: Zum anderen war für mich überraschend – das wäre eher der positive Überraschungseffekt gewesen -, dass die Vertragserzte aller Fachgruppen noch ausreichend in der Region vorhanden sind, jedenfalls nach den Kriterien der Bedarfsplanung, einschließlich der Hausärzte.

00:09:40: Ich hatte das deutlich dramatischer befürchtet.

00:09:45: Das hat sich aber dann auch in den Ergebnissen der Versichernbefragen gespiegelt, dass die Situation noch ganz gut ist weil die Versicherten haben die stationäre Versorgungssituation wie auch die ambulante noch recht gut bewertet.

00:09:59: also hatte ich schlimmer befürchtert.

00:10:01: ja danke ich wollte mal danach hacken und zwar In der AOK-Befragung ist ja besonders bemerkenswert, dass viele Menschen sich lieber direkt an einen Rettungsdienst als an den ersten Bereitschaftsdiensten wenden.

00:10:15: Ist das aus ihrer Sicht herbeum eher ein Kompetenzproblem auf Patientinseite?

00:10:19: Als wird er oft über die Notwendigkeit eines Aufwuchses bei Gesundheitskompetenzen gesprochen oder ist es ein Angebotsproblem auf Seiten des Bereitschachtsdienstes?

00:10:29: Also, das Angebotsproblem eher weniger.

00:10:32: Uns wurde in diesem und auch dem anderen schon angesprochenen Projekt in den anderen Brandenburger Langkreisen von den verantwortlichen Mitarbeitern der Rettungsdienste wiederkehrend berichtet, dass die Anspruchshaltung in der Bevölkerung sich doch stark gewandelt hat.

00:10:48: als ein akutempfundendes... also wenn man eine Beschwerde als ein Akut empfindet dann ist es so die Menschen den berechtigten Anspruch verspüren, dass sich ein Arzt kümmert.

00:11:04: Egal wann und wenn sich dann eben niemand kümmet weil niemand erreichbar ist, dann will ich eben die eins, eins zwei das jetzt vielleicht ein bisschen über dramat überzogen formuliert aber das ist uns doch öfter berichtet worden.

00:11:15: Das heißt wir haben es ja auch mit vielleicht einer etwas Ja mit einem gehobenen Anspruch an das System der Versorgung zu tun wo man durch Aufklärung auch sicherlich einiges erreichen kann und dass der ärztliche Bereitschaftsdienst eher nachrangig konsultiert wird gegenüber dem Rettungsdienst.

00:11:36: Es deutet natürlich darauf hin, dass es da auch vielleicht an der Vermittlungsfront noch einiges gibt was man besser machen kann das die Aufklärung auch der Menschen über die Möglichkeiten denn der Versorgung auch immer guten Beschwerdefall wenn die Praxen nicht geöffnet sind

00:11:54: theoretisch ein Ambulantisierungspotenzahl von zweiundzwanzig bis eindreißig Prozent errechnet.

00:12:00: In den Expertenworkshops blieb davon allerdings weniger übrig, wo war die Lücke am größten und woran lag das?

00:12:07: stärker an der Klinik, am ambulanten Sektor, an der Region oder an den Patienten?

00:12:12: große Frage.

00:12:13: Also zunächst als Begriffsbestimmung, Ambulantisierung auch im Kontext ihrer Frage ist der Punkt ob Leistungen die heute im Krankenhaus behandelt werden gar nicht in Krankenhaus hätten auch genommen werden müssen oder wieder zurück in den ambulanten Bereich verlagert werden.

00:12:32: so das war das gedeitliche Konstrukt und um uns Der von Ihnen genannten Zahl, der ist bis zu einer Prozent zu näher haben wir drei unterschiedliche wissenschaftliche Verfahren nebeneinander laufen lassen.

00:12:48: Also in Bezug auf Ihre erste Frage zu den Versorgungsporscheine einmal das ambulante Potenzial gemäß dem IGLS Gutachten Das ist ja eher so Eingriffs bezogen, gucke ich nach bestimmten Prozeduren Schau nach, ob Diagnosen vorhanden sind.

00:13:07: Die werden als Kontextfaktor in den einzelnen Falle die Ein- oder Anrichtung treiben.

00:13:13: und dann gibt es noch die Bereiche dieser ambulanten sensitiven und pflegeheimsensitiven Maßnahmen.

00:13:19: um das kurz zu schreiben.

00:13:21: also dahinter ist der Gedanke wenn Ich beispielsweise eine Pranchitis oder eine beginnende Pneumonie frühzeitig gut ambulant behandle, dann muss ich die nicht ins Krankenhaus holen.

00:13:35: Also quasi die Ambulanzisierung einmal ein wenig gedreht von der anderen Seite so und das kann ich alles auf die Abrechnungsdaten der Krankenhäuser anwenden weil das datengetriebene technisch umsetzbare Verfahren sind.

00:13:50: Das haben wir gemacht im Projekt mit den Daten des Jahres, äh zwei tausendzweiundzwanzig und haben uns dann zusammen im Konsortium überlegt.

00:13:59: Welche welche Bereiche gucken wir uns jetzt genauer an?

00:14:03: Und das war so eine Entscheidung natürlich wo welcher sind zahlenmäßig groß getroffen worden?

00:14:09: also oder was?

00:14:11: was finden wir auch als Konsortsum relevant und wichtig und interessant und sind am Ende hängen geblieben bei die Neubildung Störungen bei den Erkrankungen des Kreislaufsystems und bei der Erkannung des Uroginital-Systemes.

00:14:29: Um das jetzt auf die Nachfrage oder in Hinweis von Herrn Bohr noch mal weiterzuentwickeln, das jetzt praktisch zu begleiten haben wir dieses Potenzial genutzt um über dieses Werkzeug dieser Fallkarteikarten etwas zu gestalten, womit man mit einem niedergelassenen Arzt, einem externen Mediziner reden kann.

00:14:55: Ob dieser Patient diese Patientingruppe jetzt ambulant behandelbar wäre?

00:15:00: Also sozusagen dass er sich vor ihrem Auge diesen Patienten vorstellen kann und dann eben das bewerten kann, kann ich das im ländlichen Bereich in der Priegnitz ambulant darstellen.

00:15:14: So und da ist mir relativ deutlich, weil das auch eine der Fallzahl größten Gruppen gewesen ist die Krankheiten des Kreislaufsystems in Erinnerung geblieben, die so in dem Vorbereich, sagen wir vorbereich, dass sie sich irgendwo zwangte und wo nach den Experteninterviews dann gesagt wurde, die Hälfte, dreizig Prozent oder auch im Einfall wird gar keine Ambulante Betreuung angesehen von den Fällen, die wir dort vorgestellt und besprochen haben.

00:15:46: Man muss aber sagen das sind natürlich die Antworten unserer Experten in unserer Region mit unseren Daten.

00:15:53: Das mag anders aussehen wenn man das gleiche im großstädtischen Bereich macht oder in anderen Regionen oder weitere Experten befragt.

00:16:04: Aber das sind die Daten die wir jetzt im Rahmen des Projektes erhoben haben.

00:16:10: Und Ihre letzte Frage, woran hat es gelegen?

00:16:14: Dass das als nicht ambulantisierbar eingeschätzt wird.

00:16:19: An vielerlei Gründen... Also natürlich haben die Experten gesagt, beispielsweise bei den cardiologischen Eingriffen da ist eine Prozedur bei einem Eingrift bei so was würde ich im ländlichen Bereich nicht ambulante machen.

00:16:33: Das war jetzt die Meinung unserer Experten ist jetzt haben wir so mit aufgenommen.

00:16:39: Aber es kam auch eine Reihe von anderen Gründen, beispielsweise das Thema Transport.

00:16:48: Das haben wir dann auch später wieder in diesen regionalen Planungskonferenzen widerspiegelt gekriegt, dass also das Thema öffentlicher Personennahverkehr oder auch Verfügbarkeit von Taxifahrten in der Region extrem eingeschränkt ist.

00:17:05: Auch die Frage von Infrastruktur.

00:17:09: Also kann so eine ambulante Praxis das leisten, diesen Eingriff manuell durchzufügen?

00:17:16: Passt da die Vergütung aber auch tatsächlich so patientenbezogene Faktoren.

00:17:23: also ist es den Menschen vermittelbar dass sie damit jetzt nicht ins Krankenhaus kommen sollen sondern dass sie das ambulant durchführen.

00:17:31: Das war so ein Reigen tatsächlich von Gründen, die uns dort genannt wurden.

00:17:36: da kann man jetzt wirklich nicht den oder denen herauspicken sondern als ein bunter Strauß, den wir dann ja auf dem Folge weiter bearbeitet haben.

00:17:46: Ich wollte nochmal einfach nachfragen an Sie beide ich fange mal mit Herrn Bohm an was könnte man denn tun?

00:17:53: Oder was sind die Ergebnisse?

00:17:54: Was sagen Sie?

00:17:55: Was muss sich strukturell ändern damit eine Ambulantisierung im Ländchen im Raum wirklich zu einer Entlastung beiträgt und auch realistisch ermöglicht werden kann.

00:18:06: Zunächst würde ich vielleicht noch mal gerne festhalten wollen, dass das jetzt eine der beachtenswerten Leistungen dieses Projektes ist.

00:18:14: Dass man nicht immer nur über die theoretischen Potenziale philosophiert sondern dass man das ein bisschen auseinanderklabist hat was das denn eigentlich für Fallgruppen sind und was dann für Voraussetzungen geschaffen werden müssten damit man diese ambulantisierung überhaupt hinbekommt.

00:18:30: Und da haben wir eben gesehen aus den Faktoren die der Stürfers jetzt gerade aufgeführt hat dass es doch sehr unterschiedliche Ansatzpunkte sind, über die man gehen müsste.

00:18:42: Verschiedene Schräubchen an denen man drehen müsste, das fängt jetzt eben dabei beispielsweise an, dass man ein Taxi-Unternehmen oder dass man Taxiunternehmen oder Krankentransportunternehmen hat, die eben dann auch außerhalb der üblichen Zeiten zur Verfügung stehen und die Menschen von A nach B überhaupt transportieren können was im Moment eine Mangel-Situation tatsächlich ist, mal geschweige denn auch ganz abgesehen vom öffentlichen Personennahverkehr der ja auch ausgedünnt wird in den Regionen.

00:19:10: Das wäre eine Voraussetzung die geschaffen werden müsste.

00:19:14: Andere Voraussetzungen die geschafften werden müssten es dass man natürlich die Steuerung der Patienten verbessert.

00:19:19: In dem Projekt fand ich einen Aspekt der immer wieder hochgekommen ist das Wir brauchen ja nicht zusätzliche Ressourcen, also wir müssen keine zusätzlichen Kapazitäten irgendwo schaffen.

00:19:32: Die Kapazität sind überall da!

00:19:34: Sie werden eben im Moment nur nicht entsprechend der Ambulantisierungsdiskussion oder dessen wie man es wirtschaftlich am besten machen würde genutzt.

00:19:43: Es ist ja beispielsweise so, wir haben auch eine Fallgruppe gehabt bei der haben wir gesehen kommen ins Krankenhaus, weil Diagnostik erforderlich ist.

00:19:52: Die im ambulanten Bereich in den Vertragsarztpraxen erst mit einem größeren zeitlichen Versatz überhaupt verfügbar ist.

00:19:58: und als Arzt stehe ich aber vor der Situation.

00:20:00: Ich brauche jetzt einen Befund damit ich eine therapeutische Entscheidung treffen kann.

00:20:04: wenn ich jetzt aber eben ein entsprechenden Termin nicht bekomme ja wo schicke ich denen dann hin?

00:20:09: naja dann schickelte ihn dann eben ins Kranken Haus weil da sind ja die Apparatschaften vorhanden und da kann auch untersucht werden.

00:20:15: Und in den Krankenhäusern habe ich eine Situation, da kann ich dann die Untersuchung durchführen.

00:20:20: aber wenn das eben länger mehrere Untersuchungen sind beispielsweise auf die der Patient auch längere Zeit warten muss und dann vielleicht auch außerhalb der üblichen Zeiten erst die Untersuchsung fertig sind, dann kriege ich ihn nicht mehr nach Hause.

00:20:31: ein Angehöriger ist auch nicht da.

00:20:33: Ein anderes Beispiel sind eben auch schwer beeinträchtigte Menschen, für die dann zu Hause die Nachsorge nicht rechtzeitig organisiert werden kann.

00:20:41: Die haben also keine Betreuungspersonen zuhause.

00:20:44: Also was macht man?

00:20:45: Das zeigt nur dass es verschiedene Schräubchen sind an denen gedreht werden muss wenn man tatsächlich die Ambulanzisierung Potenziale die da sind schließen will.

00:20:54: und man wird natürlich immer ein Residium behalten von Potenzial erst mal Rechnerischen Potenzial, dass man Arbeit tatsächlich in die ambulante Versorgung nicht bekommt.

00:21:06: Das wird schon so sein ja und da ist eben eine ländliche Region anders aufgestellt hat.

00:21:11: Eine städtische Region wo sind die U-Bahn steigen oder in den Bus steigen und zwei Stationen fahren?

00:21:16: Und dann sind sie da.

00:21:18: Genau, hast du etwas?

00:21:19: ich wollte nochmal von Ihnen hören was Sie da ergänzen können oder ob Sie da vielleicht noch andere Anmerkungen haben.

00:21:27: Also im Wesentlichen hat Herr Brummer schon genannt, was mir also auch aus einem Gespräch noch in Erinnerung geblieben ist.

00:21:37: Was auch ein Experte gesagt hat dieses das Thema Nachsorge unter dem Aspekt dass ich ternwärts hier immer komplexere Eingriffe durchaus medizinisch sinnvoll in den ambulanten Bereich schieben kann, weil die Medizin sich weiterentwickelt.

00:21:56: Die Risiken geringer werden und ich eben theoretisch mehr ambulanten machen kann als früher.

00:22:02: Und da war das Thema der Nachher danach so.

00:22:05: Also wer kümmert sich dann um den komplex versorgten Patienten um sechszehn Uhr und siebzehn Uhr?

00:22:12: Wenn er in einem ambulanten Bereich vielleicht auf den fachübergreifenden Bereitschaftsdienst trifft.

00:22:20: Wir haben in diesem Gesprächswunde die Diskussion gehabt.

00:22:24: Also der operativ tätige Kollege seit zehn, fünfzehn Jahren, der jetzt mit einer EKG-Veränderung sozusagen betroffen gemacht wird über seinen KVNOT-Dienst oder einen schon langen internistischen Kollegen, der weniger Ultraschall in seiner Praxis gemacht hat und jetzt irgendein Befund im Bauchbogel teilen soll ob das jetzt normal ist nach dem Eingriff oder nicht.

00:22:52: Da meinte er auch, also wenn er der oder der ist dann ist der Weg natürlich da den Rebbungsdienst zu rufen und diesen Patienten einfach aus Unkenntnis oder als Unsicherheit dann wie ganz Krankenhaus schicken wo man dann diesen Befund sich angucken soll.

00:23:07: Also auch das ist etwas was auch kamen auch als wir diskutiert haben warum nicht mehr versorgt werden kann Und was auf die Befunde auch Einzahlt, die wir schon genannt haben oder Herr Bohm schon genannte hat.

00:23:25: Die Veränderung der Demografie also der Rückgang der Personengruppe derer die arbeiten.

00:23:35: Also nicht wie sixty bis eighty und älteren sondern die davor die noch dem Arbeitsleben zur Verfügung stehen.

00:23:44: Und auch dort war durchaus das Thema in Praxen, wo es gesagt wurde.

00:23:51: Wenn ich diese Eingriffe mache, dann muss sich natürlich die Patienten nachgeteilt werden vielleicht bis zu die Uhr.

00:23:57: Aber meine Kollegen in der Praxis sprechen Stundenhilfe und gehören eben um die Uhr auf weil sie acht Stunden arbeiten und dann habe ich nachher eine Lücke Und dann funktioniert dieses ganze Modell nachher dicht.

00:24:13: Also es waren wirklich eine Reihe von kleinen und kleinsten Schräubchen, die man im Einzelfall immer durchaus nachvollziehen kann und in der Summe eben das große System nicht ins Rollen gebracht haben.

00:24:31: Eines der Ergebnisse von ProReverse ist... guten Ergebnisse mit der regionalen Planungskonferenz.

00:24:40: Und das entscheidet eigentlich eine Planungskonferenz von dem, was es schon gibt den kommunalen Gesundheitskonferenzen, Herr Bohrm?

00:24:51: Also die kommunalen Gesundheit Konferencen, die gibt's ja schon sehr lang in unterschiedlichen Ausprägungen und die Tradition aus der die kommen ist die des klassischen öffentlichen Gesundheitsdienstes.

00:25:06: Und dementsprechend liegt ihr primärer Fokus auch eher auf den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung, wenn gleich man in der jüngeren Vergangenheit schon urachten konnte dass auch vermehr Themen aufgegriffen werden aus den Kernbereichen der medizinischen Versorgung von Krankheiten im engeren Sinne In manchen Bundesländern mehr in anderen weniger Mit vergleichbar klarem Fokus, so wie wir das jetzt im Projekt gemacht haben.

00:25:35: Auch vergleichba systematisch und empirisch basiert.

00:25:38: Und entlang eines entwickelten Verfahrensrahmen ist das meines Wissens an anderer Stelle aber noch nicht etabliert.

00:25:47: Aber da würde ich mich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen.

00:25:50: Das ist jetzt auch eine Nebenrecherche gewesen, die wir gemacht haben und hat nicht so den eigentlichen Kernbereich des Projekts dargestellt zu analysieren.

00:26:00: Wie weit sind andere Ansätze in anderen Bundesländern?

00:26:04: Die Neunzig-Agrämen, die vielleicht auch noch relevant sind oder da eine Rolle spielen könnten.

00:26:09: Die sind typischerweise Grämen auf Landesebene und so eine regionale Planungskonferenz wie wir die jedenfalls in einem Projekt konzipiert haben ist ein Gremium auf Kreisebene also einen Gremien von Akteuren, die für die medizinische und pflegerische Versorgung vor Ort maßgeblich sind.

00:26:25: Und hier werden dann in dieser Regionalen Planungskonferenz Lösungsvorschläge für die Bereiche entwickelt, in denen es in der Versorgung vor Ort auch konkret hakt oder eben in absehbarer Zeit konkret haken wird.

00:26:38: Ja komm mal da nochmal rein.

00:26:39: Sie hatten ja auch verschiedene Akteure bei den regionalen Planungskonferenzen Tisch, hinkt ihr da jemand?

00:26:47: Also es geht ja insgesamt wie Sie schon angesprochen hatten öffentliche Daseinsvorsorge, der öffentliche Personennahverkehr ist ein Problem.

00:26:55: Die Krankentransporte hatten wir alle schon angesprungen.

00:26:58: wen würden sie denn jetzt aus jetziger sich zusätzlich einladen zu diesen Runden?

00:27:05: also die Bereiche was nicht ob sie gerade gesagt haben Verkehr wäre auf jeden Fall Expertise mit erforderlich.

00:27:11: dann der Bereich digital Infrastruktur Die Entwicklung und die Nutzung der digitalen Möglichkeiten, da ist ja noch einiges an Luft- und Entwicklungsmöglichkeiten drin.

00:27:23: Aber wir wissen alle das gerade in Brandenburg gibt es auch immer mal wieder die Löcher, in denen man dann eben keine digitalen Zugriffsmöglichkeiten hat.

00:27:34: Und diese digitale Infrastruktur müsste auf jeden Fall damit drinnen sein.

00:27:39: Dann das neben den Vertretern aus der Region, also Krankenhausvertreter, Vertreter in der Gelassenerzenschaft.

00:27:47: Aus der Pflege war es schon mal ganz gut dass die Kassenärztliche Vereinigung aufgrund ihrer breiten Zuständigkeitsgebiete mit drin gewesen ist und aus dem gleichen Grund wäre es auch wünschenswert, dass das Land vertreten ist.

00:28:00: Das vielleicht so eine Idealkonstellation und wir haben in der regionalen Planungskonferenz ist eben auch so gewesen, dass wir da relativ begrenzt nur Zeit hatten in denen die regionale Planungskonferenz in der Lage war oder sich mit einzelnen Themen, die gut vorbereitet werden mussten befassen konnte.

00:28:23: Und man würde glaube ich wenn man das jetzt oft, wenn man es jetzt routinemäßiger umsetzen würde und nicht erproben würde sowie wird es im Projekt eben nur machen konnten würde mal gucken, dass man die Arbeitsstruktur ein bisschen weiter aufwächert in der regionalen Planungskonferenz sicherlich, weil es muss auch nicht zu jedem Thema immer jeder mit dabei sitzen.

00:28:44: Das ist ja auch eine Frage von Arbeitseffektivität und Arbeitsökonomie.

00:28:48: Herr Bohm Sie haben die allen gut bekannt klassische Sportanalyse zur einer SWTC Analyse weiterentwickelt.

00:28:57: also Statt Opportunities haben Sie Challenges abgefragt, warum war Ihnen das wichtig und hat es enden Workshops konkret Ihre Ansicht nach was verendet?

00:29:10: Die klassische Wortanalyse ist ja so typisch ein Instrument zur Entwicklung strategischer Maßnahmen um die Marktposition eines Unternehmens üblicherweise in einem kompetitiven Umfeld zu verbessern.

00:29:22: Das ist natürlich bei uns alles der Kontext ein bisschen anderer gewesen und wir hatten eigentlich, wir wollten ein Instrument haben um aus den gesammelten Informationen die wir ja auch verschiedene empirische Vorarbeiten die gemacht worden sind versicherten Befragungen etc.

00:29:38: Pp dass wir da die Stärken und die Schwächen also dies Ranks und Weakness eines betrachteten Versorgungskontextes auf den Punkt bringen wollen das wir die Risiken für die Versorgung der Bevölkerung ableiten wollten und dass wir für die weitere Bearbeitungen durch die RPK die Challenges im Sinne von Herausforderungen schon mal auf den Punkt fahren wollten, damit die RPk dann einfach auf der Grundlage dieser SWTC-Analyse eine gute Basis hat.

00:30:08: Und auf der sie dann weiterarbeiten kann.

00:30:10: Daher lag diese Abwandlung der klassischen Zwortanalyse nahe, hat sich aber angeboten als Instrument.

00:30:17: Und ob man das als weiter Entwicklung bezeichnen kann, weiß ich jetzt auch nicht.

00:30:21: Ich würde es eher als pragmatische Abwandlung bezeichnenden weil wir der Auffassung waren dass ist für die konkrete Bearbeitung in unserem Projekt zugänglicher und besser geeignet ist.

00:30:30: Ja vielen Dank!

00:30:31: Kommen wir ein bisschen zur Praxis... Und zwar gibt es ja für die neue Ausgestaltung des ambulanten und stationären Bereiches.

00:30:41: Und das Zusammenwachsen gibt's ja inzwischen.

00:30:43: die Hybrid-DRG, Herr Stövers, inwieweit kommen Sie an?

00:30:47: Sie haben hier mit KMG-Kliniken einen großen Träger mit ganz verschiedenen Häusern auch, bildet das ab?

00:30:53: oder sind da andere Instrumente notwendig, die jetzt vielleicht nochmal angereichert durch Ergebnisse aus ihrer Projektarbeit.

00:31:02: Die Hybrid-DRG im Original sozusagen in der ersten Version hat ja das Ziel gehabt, dass es egal ist wo ich einen Eingriff durchführe auf dem ambulanten Bereich oder stationären Bereich.

00:31:20: Ich die gleiche Vergütung bekomme so dass zumindest die Vergütungen jetzt keine Triebfeder in der Sektorenwahl mehr ist.

00:31:30: also das war ein über das nachvollziehbares Gedankenkonstrukt, wie ich diese Hybrid-DHG gestaltet habe.

00:31:38: Wir sehen jetzt im Jahr in den Jahren ist ein weiter Entwicklung oder Fortentwicklung des Systems, dass ja die Hybrid-DSGs inhaltlich aufgefeichert wurden aber auch der Bereich, den sie umfassen, also nicht nur einen Tag sondern bis zwei Tage aufgefächert wurde.

00:32:02: Und schauen wir jetzt in die Zukunft, das Neue.

00:32:08: Ich hoffe ich spreche es jetzt richtig aus wie Körperfinanzstabilisierungsgesetz der Regierung.

00:32:16: in der Version der Kabinettsvorlage sind ja diese Kurzzeitfallportalen im Gespräch.

00:32:24: Der Gedanke, ich will mal sagen grundsätzlich geeignete stationäre Fälle zu behandeln und auch vergütet zu bekommen, unabhängig von der konkreten Verweildauer.

00:32:39: Dass die Verweldauer also nicht auf die Vergütung einwirkt ist sicherlich nichts zurückzuweisen weil man natürlich damit durchaus auf diese sozialen Transport- und sonstigen Kontextfaktoren wie wir schon besprochen haben reagieren kann die im bisherigen Kontext der Abrechnungsprüfung natürlich keine größte Relevanz haben, weil es dort auch nachvollziehbar ja nur medizinische Belange geht.

00:33:09: Also vom Grundgedanken her und von kurz her etwas was ich... durchaus positiv bewährte.

00:33:20: Jetzt gibt es aber durchaus ein größeres Aber dazu und das ist die praktische Ausgestaltung, also dass das Ziel dieser klassischen Hybrid Diages den stationären und ambulanten Erlös auf einen gleichen Punkt zu fokussieren und denen auch dem ambulanten Niveau anzunähern macht.

00:33:46: Natürlich vielleicht noch, weil bei Dingen sind wo ich ein konkretes Korrelat habe.

00:33:51: Also eine stationäre Leistung gleich ambulante Leistung ist.

00:33:55: Wo ich das wirklich punktuell und trennscharf darstellen kann.

00:34:01: Das wird schon ein bisschen schwieriger wenn wir das auf zwei Tage ausrollen, da fehlt ja häufig das ambulante Korrelate zu der stationären Leistung.

00:34:14: Und noch schwieriger wird es dann nachher bei den Kurzzeitfallpauschalen.

00:34:17: und auch die Frage, ist das denn Hybrid-Breit.null?

00:34:21: Ist das eine Abgrenzung von ... oder wie sieht die Abgrenzung aus?

00:34:28: Das ist leider etwas was zumindest in meiner Wahrnehmung und meinem Verständnis noch unzureichend dargestellt ist.

00:34:40: Es lohnt sich auch, dass es weiter Podcast dazu ein wenig noch ins Detail geht.

00:34:44: Auch dort brechen ja natürlich auch wieder die, will man sagen, die Systematiken der Sektoren auseinander.

00:34:51: Also das Tankenhaus kommt aus einem postalierten Abrechnungssystem wo sie Leistung erbringen und wo's eben nicht um die Einzelfallgerechtigkeit geht sondern um eine Art Mischkalkulation.

00:35:05: in dieser Fallpaustrade oder ambulante Bereich ist ja durchaus anders definiert.

00:35:13: Da bin ich wesentlich dezidierter mit meinen Leistungsinhalten unterwegs und das jetzt auch wieder zu verheiraten, ist nicht trivial.

00:35:22: also kurz den Gedanken finde ich charmant.

00:35:27: Ich denke auch dass der Gedanke hilfreich sein kann.

00:35:31: aber Und das ist noch etwas was sich noch auf jeden Fall entwickeln muss die konkrete Ausgestaltung, respektive die Abgrenzung der Bereiche zueinander.

00:35:42: Die sollte noch wesentlich klar eingefasst werden.

00:35:45: Bleiben wir da.

00:35:46: Herr Bohm Sie hatten gesagt was bei den regionalen Planungskonferenzen erarbeitet wird stößt sofort auch in überregionale Zuständigkeiten.

00:35:55: Wir hatten gerade auch Zulassung Beziehungsweise jetzt auch das Thema Vergütungen und Vergütungsform.

00:36:02: Wie kann eine Brücke zur Landesebene aus ihrer Sicht jenseits einer Projektförderung systematisch gebaut werden, damit dort quasi mehr Akteure und mehr Aspekte einfach mit einfließen können?

00:36:13: Naja wir haben ja in dem Projekt.

00:36:16: dann in der letzten Phase haben wir auch einen Vorschlag dazu ausgearbeitet.

00:36:21: Das war auch ein Auftrag an uns gewesen.

00:36:23: Und wie der Vorschlag geht von der Grundstruktur her so dass das Land einmal die Aufgabe hat, gesetzliche Grundlagen und Daten und Fakten zur Verfügung zu stellen.

00:36:35: Das ist bei uns dann zusammengeflossen in dem Regionaldossier, haben wir es genannt, im regionalen für eine Region.

00:36:43: Dass das Land dieses Regionaldassiers also diese Daten- und Faken für die weitere Bearbeitung zur Verfügung stellt und dass auf der Ebene des Landkreises der Kommune kriegen die Aufgabe, dass sie diese regionale Planungskonferenz orchestrieren sozusagen und da die Regifunktion für übernehmen.

00:37:07: Die regionale Planungskonferenz ihrerseits, die berät dann die Fakten und Daten beschafft gegebenenfalls weitere, die sie noch braucht spiegelt und bewertet die Versorgungssituation in der Region leitet Handlungserfordernisse ab entwickelt Lösungsvorschläge und muss dabei aber das etwas beachten, was wir allgemeine Gestaltungsrichtlinien genannt haben.

00:37:31: Und diese allgemeinen gestaltungs Richtlinien sollen ein bisschen einen Rahmen für auch spätere Verständigungen der Akteure auf der vertraglichen Ebene schaffen.

00:37:41: Diese allgemein gestaltung Richtlinie werden durch ein Landeskremium der Gesundheitsakteure beschlossen.

00:37:52: Das kann eine A, das wäre dann die Ebene eines Neunzig Agremiums.

00:37:56: Dass ein bisschen erwartete Kompetenzen entsprechend hat.

00:38:00: und die regionale Planungskonferenz muss diese allgemeinen Gestaltungsgrundsätze bei ihrer Arbeit auch mit berücksichtigen hat also auf der einen Seite die Allgemeingestaltungsrichtlinien und auf der anderen Seite empirische Material und befasst sich in dieser regionalen Planungkonferenz konkret mit den Versorgungsobliegenheiten vor Ort, die fließen in einen regionalen sektorenübergreifenden Versorgungsplan haben wir das genannt.

00:38:24: Und dieser regionale sektornüberggreifende Versorgung Plan spiegelt eben entsprechend die regionale Sicht auf das was in der Versorgungen angepasst werden sollte und dass was da erarbeitet wird, wird eingespeist in eine Landesarbeitsgemeinschaft.

00:38:38: der verantwortlichen Akteure haben wir es genannt.

00:38:40: Das sind dann diejenigen, die tatsächlich die Planungsentscheidungen treffen und für die Fragen von Vergütungen auch verantwortlich sind und auch für die Frage von Zulassung und von Ermächtigung.

00:38:52: Und die beraten diese Lösungsvorschläge, die in dem regionalen Sektor übergreifenden Versorgungsplan enthalten sind.

00:39:01: Einen dann die Maßnahmen für die weitere Umsetzung, auch wiederum Unterbeachtung der gemeinsamen Gestaltungen.

00:39:08: Richtlinien und geben das dann an die Akteure gemäß Zuständigkeit weiter.

00:39:12: Die Akteurgemäßzuständigkeiten sind eben dafür verantwortlich, dass entsprechende Zulassungsermächtigungen oder Verstellungsbescheide auch erfolgen und Verbütungsvereinbarung noch zustande kommen und geschlossen werden damit was als Lösung für regionale Versorgungsprobleme vor Ort in der regionalen Planungskonferenz erarbeitet worden ist dann tatsächlich auch in dem Kontext über regionaler Zuständigkeiten verankert werden kann und da dann die Entscheidungen getroffen werden, die für die weitere Umsetzung vor Ort notwendig sind.

00:39:49: So ist die Idee, die wir hatten das Ganze ist auch unter dem Diktum entwickelt worden dass wir gesagt haben naja Diese ganze sektorenbezogene Planung, die ist ja nun mal ganz weit oben verankert.

00:40:04: Nämlich schon in den bundesgesetzlichen Regelungen und in den Aufgabenzuweisungen, die der Gesetzgeber vorgenommen hat.

00:40:12: Und das nehmen wir erstmals gegeben hin und versuchen aber einen Vorschlag zu entwickeln, der sich trotzdem einpasst über diese regionalen Gestaltungsaspekte dann tatsächlich auch zu Lösungen kommt, die vor Ort eine Wirkung erzielen.

00:40:32: Das sind die sogenannten dicken Bretter, die sie Politik immer benannt.

00:40:35: im Brandenburg-Auflandesebene ist ja die Einführung Regionaler Gesundheitskonferenzen geplant, ein Neunzig Agremium hat ihre Ergebnisse in Dezember auch schon aufgegriffen.

00:40:46: wo stehen wir denn heute und an welcher Stelle sehen Sie Gefahr für den Prozess oder wo?

00:40:55: Also wo wir jetzt heute in Brandenburg stehen, kann ich nicht belastbar beantworten weil ich in die Arbeiten zur Umsetzung des Koalitionsvertrages auch gar nicht involviert bin.

00:41:02: Ins Stocken zu geraten droht so ein Prozess naturgemäß immer dann wenn zusätzliche Arbeit geleistet werden muss von irgendjemandem nun Kosten entstehen und natürlich an den Stellen in denen eine Einigung über die Umsetzung erzielt werden muss der auch tatsächlich alle zustimmen können.

00:41:19: das sind immer die Ecken und Kanten in denen Dinge scheitern.

00:41:22: Und deswegen braucht es eben auch Akteure, die das pushen und vorantreiben und gucken, dass die Dinge auch in die Umsetzung kommen.

00:41:30: Das ist hier nicht anders wie an anderen Stellen noch.

00:41:33: Noch eine Frage.

00:41:34: Sie haben ja Ihre Ergebnisse auf bundesweit zur Verfügung gestellt.

00:41:38: Gibt's da schon Rückmeldungen?

00:41:39: Sind da andere Bundesländer interessiert ein Ehrenerfahrungsdienste in dem Projekt gesammelt haben umzusetzen?

00:41:47: Also bei mir hat jetzt noch keiner angerufen, aber man muss auch sehen dass wir jetzt gerade dabei sind den Ergebnisbericht erstmal abzufassen und der Ergebnis Bericht.

00:41:56: Der geht ja dann an den Förderer also an den Innovationsfonds und wird dann da beraten und die müssen dann bescheiden was damit weiter passieren wird.

00:42:05: Und der Ergebnisberichte wird als Anlage so eine Art Handbuch beinhalten.

00:42:09: in diesem Handbuch sind alle Unterlagen drin, die die Instrumente und Verfahren betreffen, die wir in dem Projekt entwickelt haben.

00:42:18: Und das steht dann ja allen zur Verfügung – das ist ja auch öffentlich, wird der auch aus öffentlichen Mitteln gefördert – und insofern ist es dann auch Sache nach der Akteure auf der Landesebene oder anderweitiger Akteur, was sie mit den Ergebnissen da sind, was Sie damit anfangen möchten oder eben nicht anfangen.

00:42:38: Stövers, was nehmen Sie aus diesem Mitwirken in dem Projekt quasi mit?

00:42:44: Was verändert sich durch die Gesamtsicht auch bei Ihnen in der Praxis im Alltag?

00:42:51: Das Projekt hat ja zumindest zur Aktuellen Zeitpunkt noch keine unmittelbaren Auswirkungen auf eine neue Ausrichtung.

00:43:02: wie im Krankenhaus jetzt funktioniert, sondern wir stehen ja auf der anderen Seite im Krankenhausektor jetzt am Vorabend oder noch einen Schritt weiter.

00:43:14: Der Krankenhaus Reform erwarten in allen Bundesländern die Zubeusungs- und Leistungsgruppen um dann zu sehen, wie für die Volga die Versorgung aus dem Bereich gestaltet werden wird und soll.

00:43:30: Eine Auswirkung jetzt aus dem Projekt selbst gibt es nicht, wir sind ja auch, das hatten Sie gesagt oder der Projektantrag an sich ist ja auch älter als die Krankenhausreform.

00:43:43: Wir wurden ja sozusagen links und rechts von der Gegenwart überholt in der Projektbearbeitung.

00:43:52: Was man aber im Inflizit mitnimmt, ist und das durchaus auch kann ich für mich auf jeden Fall bejahen.

00:44:03: Durch die Arbeit auch mit den anderen Konsolzialpartnern, Leis auch Kassen oder KV noch ein tieferes Verständnis für deren Beweggründe auch Dinge so zu tun und so zu sehen.

00:44:21: Man muss ja mit der Konsequenz und immer nicht einverstanden sein, aber es macht natürlich dann auch das Gespräch und die eventuelle Diskussion dann leichter.

00:44:31: Wenn man eben weiß warum andere so handeln wie sie handeln.

00:44:35: also das ist für mich persönlich einen Eingewinn für den Bereich Krankenhaus aus dem Projekt jetzt unmittelbar noch nicht.

00:44:44: Es ist dann zu spurschen und eben auch noch nicht in der Umsetzung auf dem langen Ebenen sichtbaren Spür.

00:44:52: Ja, meine Abschlussfrage wäre wenn Sie aus dem Projekt ein Aspekt jeder von Ihnen Herr Bohm, Herr Stövers, der Politik anempfehlen könnten und wollten, der relativ schnell umsetzbar wäre und die Versorgungslandschaft verbessern könnte?

00:45:10: Welcher wäre das?

00:45:11: ich überlasse in die Reihenfolge wie sie da antworten Wer von Ihnen zuerst einen Vorschlag der Politik präsentieren mag.

00:45:25: Ja, ich mach das ja jetzt schon.

00:45:28: seit dreißig Jahren bin ich im Gesundheitswesen Forschend und Beratende unterwegs.

00:45:32: Und die Thematiksektoren übergreifend oder sektor unabhängige Versorgung oder sektoren also die Überwindung dieser Sektorengrenzen, die verfolgt mich seit den Dreißigjahren.

00:45:46: Und jetzt bezogen auf die Planung, also wenn man die engen Sektorenbezüge in einer planungsstationär und ambulanter Kapazitäten, wenn wir die konsequent überwunden wollen würde.

00:46:00: Und auch die regionalen Erfordernisse besser und flexibler einbinden würden in Planungsfragen und Zulassungsfragen dann sind auf jeden Fall das hat auch das Projekt gezeigt weitere kontemplationelle und auch methodische Arbeiten erforderlich Und auch die bundesgesetzliche Zuweisung der Planungszuständigkeiten müsste eigentlich immer konsequent auf den Prüfstand gestellt und angepasst werden.

00:46:26: Aus meiner Sicht ist es so, dass wir hier bislang kein in sich geschlossenes und praxistaugliches Konzept haben also ich kenne zumindest keines.

00:46:35: Ich würde der Bundesregierung deshalb empfehlen Sachverständige Experten einen entsprechenden Auftakt zu erteilen und das Ganze mal vom Kopf auf die Füße zu stellen.

00:46:44: Und unter der Perspektive mal einen Vorschlag zu machen, wie wir an der Stelle weiterkommen.

00:46:49: Ich befürchte dass wir, dass die Beharrungskräfte derjenigen in den jetzigen Gremien und in den jetztigen Regularien entsprechende Funktionen haben, dass wir da bei der Strukturreform wahrscheinlich auch wieder eher ein Reformchen bekommen und so eine grundlegende und in sich schlüssige Gesamtkonzeption auf die werden wir wahrscheinlich doch noch weiter erwarten müssen.

00:47:17: Und ich bin auch nicht sicher, ob ich das in meinem Berufsleben noch erlebe, dass da was auf die Schiene gesetzt wird mit dem wir tatsächlich an der Stelle weiterkommen dazu ist einfach dieser Sektorentrennung hat sich soweit verschachtelt und es so weit gewachsenen alle Systeme und in alle Regularien.

00:47:37: diese Schraube lässt sich ohne Weiteres nicht mehr zurück trennen.

00:47:40: Herr Stö, was soll immer am Ende einen positiven Ausblick bekommen?

00:47:44: Was raten Sie also der Politik.

00:47:47: Was könnte man umsetzen und womit zumindest ein bisschen was verbessert wird in diesem W-Habomi ja gerade praktisch sehr kompliziertes System?

00:47:57: Nun

00:47:58: glaube

00:47:58: ich große Gefahr zu enttäuschen.

00:47:59: Also Sie wollen von mir kurz, konkret kurzfristig unumsetzbar mit positivem Ausblick.

00:48:07: Also das ist mehr als Spannungsspiel und Kinderschokolade, das ist kaum zu schaffen.

00:48:16: dazu also konkret und umsetzbar kurzfristig nicht im Auge des Betrachtes etwas was es hatte ich schon erwähnt etwas was ich und so verstehe auch Herrn Bohm mit seiner Ausführung wirklich lohnenswert, hilfreich und auch erhellend unserem Projekt wahrgenommen hat ist diese Einbindung von den Experten.

00:48:42: Also denen wirklich die in der Versorgung arbeiten.

00:48:46: Und ich kliere jetzt nicht noch... Ich glaube wir haben in diesem Land genug Expertenkorrektionen und ich brauche auch nicht eine Runde mit weiteren Auditarien sondern tatsächlich das, was sich die Politik überlegt.

00:49:02: Einmal Spiegel lassen, ob es die dies machen sollen oder verstehen beziehungsweise, ob man dort Klippen und Hemmnisse erkennt weil das glaube ich wird dann wenn es ins Rollen kommen soll und umgesetzt werden soll ist das sinnvoll investierte Zeit.

00:49:23: Ansonsten läuft man Gefahr.

00:49:25: Ich bin jetzt nicht dreißig Jahre dabei, aber drei Jahre auch schon.

00:49:29: Spätestens streitet man sich dann um Begriffsbestimmung und Definitionen abgrenzen und was auch immer.

00:49:35: also das kann man sicherlich vorher machen.

00:49:42: Und etwas, aber das denke ich das liegt an den Beteiligten miteinander und ich versuche es mal positiv landen zu lassen.

00:49:55: Ich bin da durchaus auch bei Herrn Boom, die üblichen Gremienvertreter, die dort sitzen.

00:50:00: Und da will ich jetzt gar nicht parteiisch sein, dass es die Krankenhaus-Vertreter nicht sind und auch die Kassenvertretern, die Kaukaufertretern sind natürlich Gefangenen in ihren Positionn und sie sind ja auch begrüßtbar weil das was wir heute haben ist ja nicht zufällig entstanden sondern ist hier eine Entwicklung von nachvollziehbaren Handlungen, die uns heute dazu geführt haben.

00:50:27: Und da hoffe ich auf die Einsichtsfähigkeit der Menschen und der Beteiligten an sich, dass klar ist das was wir geschaffen haben und es heute dorthin getracht hat wo wir sind und damit eigentlich die Notwendigkeit abgeleitet werden muss es anzupassen weil wir ja auf der Art und Weise nicht mehr weiterkommen.

00:50:51: Positiven Menschenbild würde ich dann einmal schließen und hauptsächlich ihre Trage auch beantwortet zu haben.

00:50:57: Ja, vielen Dank!

00:50:58: Herr Bohm, Herr Stövers, ich danke Ihnen, wünsche Ihnen persönlich und beruflich und bei weiteren Projekten alles Gute und Aufwalt.

00:51:09: Vielen Dank!

00:51:10: Wir

00:51:17: hoffen dass Ihnen diese Ausgabe von Einblick nachgefragt gefallen hat.

00:51:20: Bitte schicken Sie uns gerne Anregungen und Fragen an.

00:51:23: gesundheitsmanagement atberlin-chemie.de!

00:51:32: Wir empfehlen Ihnen für den schnellen Überblick der Trends im Gesundheitswesen, unseren Einblick Nachrichten-Podcast sowie die vertiefenden Gespräche.

00:51:41: der Einblick nachgefragt Podcast.

00:51:44: Alles im Netz unter gesundheitsmanagement.berlin-chemie.de.