EinBlick – Der Podcast

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00:00:00: Einblick der Podcast.

00:00:05: Willkommen beim Einblick-Podcast, der Podcast fĂĽr den tieferen und dennoch knackigen Einblick in die relevanten Ereignisse des Gesundheitswesens der vergangenen Woche vom Gesundheitsmanagement Der Berlin Chemie AG.

00:00:18: Heute ist der April, April, der Jahr, zwei Tausend, sechsundzwanzig.

00:00:23: Welche Themen standen in dieser Woche im Mittelpunkt?

00:00:26: Die Demea zum letzten Mal in Berlin.

00:00:29: Bundesgesundheitsministerin Warken setzt auf KI und die EPA als Alltagsapp.

00:00:35: Das GKV-Sparpaket nimmt Fahrt auf, zwanzig Milliarden Euro Einsparungen und breite Kritik aus Koalitionen verbinden.

00:00:44: Erste Fördermittel für die Krankenhausreform bewilligt – und das Kabinett beschließt die Notfallreform!

00:00:50: Das Forschungsdatenzentrum Gesundheit wird mit dem Gedick weiterentwickeln.

00:01:03: Die Demäa Europas größte Fachmesse für digitale Gesundheit eröffnete am Dienstag in Berlin und lief bis Donnerstag, zum letzten Mal an diesem Standort.

00:01:14: Ab im Jahr ist die Messe Berlin ein eigenes Konkurrenzformat plant.

00:01:21: Ăśber zwanzigtausend Fachleute kamen zusammen.

00:01:24: Die zentrale Botschaft?

00:01:26: Die Frage ist nicht mehr ob die Digitalisierung kommt sondern wie sie gelingt!

00:01:30: KĂĽnstliche Intelligenz rĂĽckt in den Fokus der Digitalstrategie.

00:01:35: In sogenannten KI-Reallaboren soll ihr Einsatz im Gesundheitswesen getestet werden.

00:01:41: Im Mittelpunkt stand die elektronische Patientenakte EPA.

00:01:45: Mehr als siebzig Millionen Akten sind angelegt, doch es braucht mehr aktive Nutzerinnen.

00:01:51: Das Anmeldeverfahren wird vereinfacht unter anderem durch ein aktualisiertes Videoidentverfahren.

00:01:57: Bis Ende des Jahres ist eine Volltextsuche geplant.

00:02:01: Die EPA soll zur echten Alltags-App werden mit digitaler Ersteinschätzung, E-Überweisung, Terminvermittlung und maßgeschneiderten Präventionsempfehlungen.

00:02:11: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stellte bei der Eröffnung klar, Akzeptanz sei das zentrale Erfolgskriterium nicht die beste Lösung setze sich durch sondern die am besten angenommene.

00:02:24: Varken kündigte außerdem an, die Gemartik zu stärken und das Gesetz für Daten- und digitale Innovation im Gesundheitswesen gedick voranzubringen.

00:02:33: Es gelte mit und nicht durch Digitalisierung zu sparen, betonte sie.

00:02:38: BVITG.

00:02:39: Vorstandsvorsitzender Matthias Meyerhofer bekräftigte nur mit digitalen Lösungen ließen sich die großen Herausforderungen von Demografie und Fachkräftemangel bewältigen.

00:02:50: Für Unmut sorgte die geplante Parallelität im kommenden Jahr.

00:02:54: Neben der DEMEA in MĂĽnchen will die Messe Berlin gemeinsam mit dem Bitcoin zeitgleich die Smart Health Europe ausrichten.

00:03:02: SPD-Gesundheitspolitiker Matthias Meves warnte, man brauche keine Zweimessen fĂĽr die gleichen Zielgruppen.

00:03:15: Schon bei der DMEA hatte Varken betont ein und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung GKV mĂĽssten ins Gleichgewicht kommen.

00:03:23: Der Referentenentwurf fĂĽr das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz liegt seit dem sechzehnten April vor.

00:03:30: HundertundfĂĽnfzig Seiten die fĂĽr heftige Debatten sorgen.

00:03:35: Die Bundesgesundheitsministerin peilt Einsparungen von gut zwanzig Milliarden Euro an, weit mehr als die prognosizierten fĂĽnfzehn Milliarden.

00:03:43: Der Puffer sei nötig weil die Defizitprognose seit Jahresbeginn stetig gestiegen ist.

00:03:50: Am neunzwanzigsten April soll das Kabinett entscheiden.

00:03:53: Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von, eine der größten Sozialstaatsreformen unseres Landes.

00:04:00: Seit Jahrzehnten sei das System nicht in diesem Umfang reformiert worden.

00:04:04: Mehr als drei Viertel der sechsundzwanzig Kommissionsvorschläge sollen umgesetzt werden – Das Kanzleramt hatte Waken nach dem Koalitionsgipfel gedrängt, zügig ein Konzept vorzulegen.

00:04:15: Der Entwurf trägt daher vor allem die Handschrift des Gesundheitsministeriums.

00:04:19: Die Abstimmung mit SPD und CSU steht noch aus.

00:04:23: Was steht im Entwurf?

00:04:25: Die Medikamentenzuzahlungen steigen auf mindestens sieben Euro fünfzig und höchstens fünfzehn Euro, ein Plus von fünfzig Prozent.

00:04:34: Die Beitragsbemessungsgrenze wird um zusätzlich dreihundert Euro angehoben.

00:04:39: die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnerinnen ohne eigenes Einkommen wird eingeschränkt mit Ausnahmen für Eltern mit Kindern unter sieben Jahren pflegende Angehörige und RentnerInnen.

00:04:51: Die Vergütungszuschläge aus dem Terminservice- und Versorgungsgesetz werden gestrichen.

00:04:56: Allein das spart knapp ¼ Milliarden Euro im Jahr, denn die großzügigen Zuschlägen, die Ärztinnen für Akuttermine erhalten haben die Wartezeiten nicht verkürzt.

00:05:07: Gesetzlich versicherte warteten in den letzten Jahren im Schnitt zweiundvierzig Tage auf einen Facharzttermin neun Tage länger als noch zweitausendneunzehn.

00:05:18: Auf der Arzneimittelseite droht ein dynamischer Herstellerabschlag, der sich an der Entwicklung der Arzneimittel-Ausgaben orientieren soll.

00:05:26: Zunächst steigt er um dreieinhalb Prozentpunkte.

00:05:29: Bei den digitalen Gesundheitsanwendungen DIGA wird statt der Erprobungsphase eine Nutzenbewertung geplant.

00:05:36: Die Kassenausgaben werden insgesamt an den Einnahmen ausgerichtet – ein grundlegender Systemwechsel.

00:05:45: SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Mirsch beklagte, unwuchten zu Lasten der Versicherten.

00:05:52: Warken wolle sich nicht mit der Pharmaindustrie anlegen.

00:05:56: AOK-Chefin Dr.

00:05:57: Karola Reimann sieht eine soziale Schieflage da die Pharmabranche weit weniger beschnitten werde als von der Kommission empfohlen.

00:06:06: Der Spiegel urteilte in einem Leitartikel, mächtige Lobbygruppen kämen zu gut weg.

00:06:12: Die private Krankenversicherung wĂĽrde vom Entwurf sogar profitieren.

00:06:17: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil nannte den Vorschlag die rund zwölf Milliarden Euro Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängerinnen aus Steuermitteln zu finanzieren – eine Milchmädchenrechnung.

00:06:28: Bundesärztekammerpräsident Klaus Reinhardt reagierte scharf Es sei absolut inakzeptabel, dass der Finanzminister sich wegducke während Versicherte und Beschäftigte die Hauptlast des Sparpakets tragen sollen.

00:06:41: Der GKV-Spitzenverband hält die derzeitige Finanzierung für klar rechtswidrig – und klagt bereits vor dem Landessozialgericht.

00:06:49: CSU-Chef Markus Söder und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann drängten ebenfalls auf Nachbesserungen.

00:06:56: Linnemann forderte zudem die Zahl der Krankenkassen drastisch auf rund zehn zu reduzieren.

00:07:02: Klar ist, der Entwurf wird im parlamentarischen Verfahren noch erheblich verändert werden – Die Anhörung fand bereits am Montag statt.

00:07:10: Verbände kritisierten das Eilverfahren scharf.

00:07:14: Innerhalb der Koalition ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen.

00:07:18: Bis zur Sommerpause soll das Gesetz den Bundestag passieren.

00:07:27: Das Bundesamt für soziale Sicherung hat die ersten Fördermittel aus dem Transformationsfonds des Krankenhausreform-Anpassungsgesetzes KHA AG bewilligt.

00:07:37: Vierundvierzig Millionen Euro für die Zusammenführung zweier Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen.

00:07:42: Die Gesamtkosten des Vorhabens liegen bei fĂĽnfundsechzig Millionen Euro.

00:07:47: Warkensprachform, Startschuss fĂĽr den dringend notwendigen Transformationsprozess.

00:07:53: Die Krankenhauslandschaft mĂĽsse modern, bedarfsgerecht und im Sinne der PatientInnen aufgestellt werden.

00:07:59: Zwischen bis zu neunundzwanzig Milliarden Euro bereit.

00:08:06: Die Länder beteiligen sich mit einem Eigenanteil von mindestens dreißig Prozent ab zwei-tausenddreißig sogar mit fünfzig Prozent.

00:08:20: Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Notfallreform beschlossen vorgezogen vom ursprĂĽnglich geplanten neunundzwanzigsten April.

00:08:28: Kernstück sind integrierte Notfallzentren, die aus der Notaufnahme eines Krankenhauses einer Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung und einer gemeinsamen Ersteinschätzungsstelle bestehen.

00:08:39: Neue Akutleitstellen beraten Patientinnen per Telefon oder Video und verknĂĽpfen die Nummern eins, eins, zwei und elf, sechs, elf, sieben enger.

00:08:49: Die Reform soll jährlich ein bis zwei Milliarden Euro einsparen.

00:08:53: Bemerkenswert, Ärztinnen in den Notdienstpraxen der integrierten Notfallzentren erhalten ein begrenztes Dispensierecht.

00:09:01: Sie dürfen in eng definierten Notfällen Medikamente direkt abgeben wenn keine öffentliche Apotheke die Versorgung sicherstellen kann.

00:09:09: Apotheken selbst sind in dem Entwurf nicht als Teil der Notfallversorgung vorgesehen.

00:09:20: ZurĂĽck zur Digitalisierung.

00:09:23: Das Forschungsdatenzentrum Gesundheit, FDZ wird mit dem GEDIC ab Oktober umfassend weiterentwickelt.

00:09:30: Erstmals fließen dann pseudonymisierte Daten aus der elektronischen Patientenakte ins FD Z. Für die Ausleitung sind die Krankenkassen verantwortlich – technisch umgesetzt wird sie bei den EPA-Betreibern.

00:09:43: Zudem wird es möglich diese Daten mit Informationen aus den klinischen Krebsregistern der Länder zu verknüpfen.

00:09:49: Dreiundfünfzig Anträge auf Datenzugang sind bereits eingegangen.

00:09:53: Künftig sollen vorläufige Daten quartalsweise statt jährlich bereitgestellt werden.

00:09:59: Das GEDIC bereitet darüber hinaus die Umsetzung des europäischen Gesundheitsdatenraums EHDS in Deutschland vor.

00:10:06: Karola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK Bundesverbandes lobte das GEDic insgesamt.

00:10:13: Es enthalte innovative Ansätze und sinnvolle Vorhaben.

00:10:17: Besonders die Vorbereitung des digitalen Unterbaus für ein geplantes Primärversorgungssystem begrüßte sie.

00:10:24: Die Vorarbeiten für die elektronische Überweisung und die digitale Ersteinschätzung seien wichtige Schritte, für einen digitalvernetzten Versorgungsprozess und eine zielgerichtete Patientensteuerung.

00:10:43: Sie solle mehr sein als nur eine Ablage fĂĽr Patientendaten.

00:10:48: Positiv bewertete sie auch, dass die Benachteiligung gesetzlich Versicherte bei der digitalen Terminvermittlung durch private Anbieter unterbunden werden soll.

00:10:57: Die Kassen sollen ihre Daten zudem fĂĽr neue Wege einer datengestĂĽtzten Versorgung nutzen dĂĽrfen.

00:11:12: Ein zentraler Baustein auch fĂĽr die beschlossene Notfallreform.

00:11:16: Insgesamt wird die EPA damit spĂĽrbar attraktiver, fĂĽr Versicherte.

00:11:26: Das waren die Themen!

00:11:28: Worauf lohnt sich in den kommenden Wochen ein Blick?

00:11:32: Josef Hecken legt sein Amt im gemeinsamen Bundesausschuss nach rund vierzehn Jahren vorzeitig nieder.

00:11:38: Die Vierträgerorganisationen haben sich auf Dr.

00:11:41: Sonja Optendrenk als Nachfolgerin geeinigt.

00:11:45: Obtendränk ist hessische Staatssekretärin und frühere Abteilungsleiterin im Bundesgesundheitsministerium.

00:11:51: Sie soll dem Ministerium vorgeschlagen werden!

00:11:54: Und Bewegung am EPA-Markt.

00:11:57: Gottfried Ludwig, Public Sectorchef der Deutschen Telekom kündigte beim Future Health Day eine eigene EPA Plattform an Die Entwicklung sei zu achtzig Prozent abgeschlossen – die Gematikzulassung stehe noch aus.

00:12:10: Bislang teilen sich nur zwei Anbieter den Markt.

00:12:13: Mit Neuausschreibungen bei Technikerkrankkasse und Baumar könnte sich das bald ändern!

00:12:38: Nächsten Freitag ist Tag der Arbeit.

00:12:41: Wir wünschen Ihnen ein schönes, verlängertes Wochenende zum Start in dem Wonnemmonat!

00:12:46: Am achten Mai hören wir uns in gewohnter Form wieder beim Einblick.

00:12:50: Podcast vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.