EinBlick – Der Podcast

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00:00:00: Einblick

00:00:00: nachgefragt.

00:00:05: Willkommen bei Einblick Nachgefragt, dem Podcast mit Interviews und Gesprächen zum Gesundheitswesen vom Gesundheitsmanagement der Berlin Chemie.

00:00:14: Solidarisch und effizient – die SPD-Agenda für ein zukunftsfestes Gesundheitswesenn.

00:00:21: Fachjournalist und Einblickredakteur Christoph Nitz spricht mit der Bundestagsabgeordneten Dagmar Schmidt ĂĽber die GKV-Finanzierung, die Krankenhausstrukturreform sowie die Digitalisierung im Gesundheitswesen.

00:00:33: Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion macht deutlich – Leistungskürzungen und Privatisierung von Kassenleistungen sind für die SPD keine Option!

00:00:44: Stattdessen setzt die Fraktion auf Strukturreformen ein stärkeres Solidarprinzip und eine Patienten-nahe Versorgung, in der auch die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielt.

00:01:05: Sie studierte Geschichte an der Justus-Libig-Universität Gießen und arbeitete als wissenschaftliche Referentin sowie als parlamentarische Referentin für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung im hessischen Landtag.

00:01:17: Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist sie zuständig für die Bereiche Arbeit, Soziales und Gesundheit.

00:01:22: Schmidt ist zudem Mitglied im Bundesvorstand der SPD.

00:01:31: Guten Tag Frau Schmidt.

00:01:32: ich freue mich dass wir den Einblick Podcast Zeit gefunden haben!

00:01:35: Sehr gerne.

00:01:37: Derzeit sprechen alle ĂĽber die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen und die Daranleistungen sollten ausgenommen werden.

00:01:46: Das ist inzwischen vom Tisch, welche Leistungsbereiche sind für die SPD diskutabel oder was in Ihre Vorschläge in der Debatte um die nachhaltige Finanzierung von GKV zu sichern?

00:01:58: Erst mal muss man sich ja angucken, was diese Vorschläge bedeuten.

00:02:02: Weil wir mit den Leistungen der GKV auch Evidenz und Wissenschafts basiert eine gute Gesundheitsversorgung sicherstellen.

00:02:11: Da sind keine Goldzähne mit drin oder Ähnliches, sondern es geht um eine gute anständige Grundversorgungszeit, die wir den Menschen gewährleisten.

00:02:21: Und wenn wir jetzt einen Teil aus dieser Gesundheitsversorgen, welchen auch immer seien, ist die Zahnarztleistung ausnehmen, dann heiĂźt das fĂĽr die Menschen.

00:02:30: wie am Ende des Tages weniger Netto vom Proto haben, weil sie mĂĽssen es ja dann alleine bezahlen.

00:02:35: Das wird ganz sicher nicht nur doppelt so teuer, sondern da kann man sich vorstellen, wie die Privatisierung dieser Leistung auf den Geldbeutel der Menschen auswirkt oder... Und das ist etwas wo ich finde dass diese Vorschläge schon sehr radikal sind was unser Selbstverständnis als soziale Mannschaft anbelangt denn es wird auch die Menschen geben die sich das nicht leisten können.

00:02:58: und eigentlich war es immer so ein Grund Konsens, das wir als Gesellschaft die sich eine soziale Marktwirtschaft nennt, darauf achten dass alle Menschen unabhängig vom Einkommen eine gute und verlässliche Gesundheitsversorgung haben.

00:03:12: Und deswegen sind alle Vorschläge, die am Ende Privatisierung von Leistungen, die die Menschen aber brauchen, beinhalten für die SPD natürlich keine Optionen.

00:03:22: Deswegen gucken wir in andere Richtungen, nämlich das Solidarprinzip auszubeiten.

00:03:26: Wir müssen eben die mit den breiten Schultern mehr tragen, sei es durch Steuerzuschüsse und eine Steuerreform, die das ermöglicht oder sei es indem man zum Beispiel alle Einkommensarten nicht nur die der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit heranzieht um eine gute und solide Finanzierung zu gewährleisten.

00:03:46: Frau Schmidt, in diesem Jahr wird es da in diesem Feld zu Einigungen gezwungenermaĂźen kommen mĂĽssen.

00:03:52: Sie hatten gerade die Sparmaßnahmen erwähnt.

00:03:54: im Koalitionsbetrag steht das angestrebt wird stabile GKV-Beiträge ohne pauschale Leistungskürzungen.

00:04:02: sie als STD schlagen vehement wie es ist gerade auch gesagt hatten vor dass man Bemessungsgrenzen und überhaupt die Finanzierung verbessert Und es gibt inzwischen Klagen der meisten Kassen des GKV-Systems, die möchten dass zumindest Teile der sogenannten Versicherungsfremdenleistung aus Steuermitteln bezahlt werden.

00:04:22: Wenn man jetzt die Debatte im Vorfeld vorübergehen lässt vor dem geistigen Auge wo werden sie sich mit dem Koalitionspartner und mit der zuständigen Ministerin?

00:04:32: Also

00:04:32: wo wir uns ja einig sind und das haben wir auch schon mit der Sozialstaatsreformkommission gezeigt ist, dass die Dinge nicht so bleiben können wie sie sind.

00:04:41: Wir haben ein Gesundheitssystem in dem wir sehr viel Geld ausgeben aber eines der teuersten wenn ich das teuerste Gesundheitssystem der Welt.

00:04:51: aber die Leistungen sind so mittel und das heiĂźt im System selber wenn wir Strukturreformen betrachten ist viel Luft Und ich glaube, dass wir uns genau diese Strukturreform annehmen mĂĽssen.

00:05:02: Das ist nichts was VergnĂĽgungsteuerpflichtig ist weil davon viele gut organisierte Gruppen im Gesundheitssystem betroffen sein werden.

00:05:11: Davon, dass sich Dinge ändern das man anders arbeiten muss als vorher.

00:05:15: aber ich glaube wir kommen nicht drum herum und die haben es gesagt mit Karl Lauterbach in der letzten Legislatur mit der Krankenhausreform vorgemacht als SPD, wie wir uns das vorstellen eben die Effizienzen dann auch zu heben und es dabei auch fĂĽr die Patientinnen und Patienten besser zu machen.

00:05:32: Die Qualität zu erhöhen.

00:05:33: Und ich glaube genau diesen Weg mĂĽssen wir weitergehen.

00:05:36: Wir geben sehr viel Geld aus und die Menschen haben trotzdem nicht das GefĂĽhl dass das fĂĽr sie gut funktioniert.

00:05:42: und daran mĂĽssen wir arbeiten haben wir im Koalitionsvertrag ja auch gemeinsam so angelegt, dass das auch mit der Gesundheitsministerin und uns gemeinsam ein guter Weg zu gehen ist.

00:05:53: Wir hatten die Krankenhausreform angesprochen.

00:05:55: da geht es ja inzwischen um das Krankenhaus Anpassungsgesetz KHAG.

00:06:01: Dort sagen manche ja inzwischen, dass damit die ursprüngliche Reform verbessert wird und es sind inzwischen vier Fragekomplexe der Bundesländer in der Diskussion.

00:06:12: Glauben Sie das?

00:06:13: Die Krankenhausreform zum einen die Qualität der Krankenhäuser verbessert und das ist zum anderen den ursprunglich intendierten Einspargedanken noch Rechnung trägt in der Form, in der es jetzt Ende Februar und im März dann durch ein Bundesrat gehen soll.

00:06:29: Also wir sind uns sehr sicher, dass wir den Weg weitergehen können wie wir ihn auch gestartet haben.

00:06:34: Wir sind ja noch in Gesprächen und es wird darüber auch mit den Ländern sicher schon die ganze Zeit sehr intensiv ausgetauscht Und wir sind aber sehr sicher das was der Kern ist nämlich bessere Qualität bei höherer Effizienz Dass wir das auch erhalten.

00:06:49: Was richtig ist ist, dass man bei solchen groĂźen Reformen immer auch einen Praxischeck macht.

00:06:55: Und immer guckt, ist das in den Zeitläufen umsetzbar?

00:06:58: Wo hakt's wenn man dann ins reale Handeln kommt?

00:07:01: und deswegen ist es auch richtig immer und immer wieder zu gucken funktionierts passt.

00:07:06: muss man hier nochmal ein schräubchen drehen da noch mal ein Schräubchendrehen?

00:07:09: was wir nicht machen ist grundsätzlich die Diele dieser Reform aus dem Blick zu verlieren.

00:07:15: Was wir aber machen ist immer zu gucken dass diese Reformgedanke umsetzbar ist, ohne dass dabei Dinge passieren die wir nicht wollen.

00:07:24: Und ich glaube das wird da auf einem sehr guten Weg sein.

00:07:27: Bei der Krankenhausfinanzierung sind Bundesländer ja sozusagen neudeutsch im Driver-Seat, aber manche beklagen dass die Bundeslände an der Tankstelle wenn man in dem Bild bleibt quasi nicht genügend bezahlen.

00:07:40: Wie stehen Sie als Bundespolitikerin dazu?

00:07:43: Dass die Bundes Länder egal wer sie regiert ungefähr die Hälfte ihrer notwendigen Investitionsmittel nur bereitstellen für den Krankenhaussektor?

00:07:52: Ich würde mal sagen das wir über diese Fragen mit den Bundesländern und uns in einem städtenintensiven Austausch befinden Und natürlich ist klar, und das will ich auch meinen positiven Sinne sagen.

00:08:03: Diese Auseinandersetzung um Finanzierungsverantwortung zwischen Bund und Ländern ist ja nichts was erst in den letzten Jahren auf den Tisch gekommen ist sondern etwas was die Föderalismus schon immer begleitet hat.

00:08:14: Was wir jetzt haben ist – und es hat man auch in der Sozialstaatsreformkommission gesehen – eigentlich einen Willen aller Ebenen Dinge zu verändern und zu verbessern in sozusagen auch einem großen gemeinsamen Kraftakt Und ich glaube, dass wir das auch fortsetzen müssen in den Gesundheitsfragen die jetzt vor der Tür stehen.

00:08:35: Sei es Krankenhausreformen aber wir haben ja noch die Notfallreform.

00:08:37: Wir mĂĽssen uns die ambulante Versorgung angucken.

00:08:40: also wir haben unglaublich viele Baustellen und wenn da Bundländer und Kommunen nicht an einem Strang ziehen dann wird es nicht klappen.

00:08:46: andererseits Wenn sie an einem strang ziehen Dann können wir für die Menschen auch wirklich was richtig Gutes

00:08:51: erreichen.

00:08:52: Die Menschen nehmen die Diskussion sehr deutlich zur Kenntnis, dass über die Primärversorgung quasi eine Lotsenfunktion eingeführt werden soll und gerade der Facharztzugang ist dabei in der Diskussion.

00:09:05: Die Ministerin Jena Wagen sagte, wer ohne Überweisung zu einem Facharzt eigenständig geht und dort auch behandelt wird.

00:09:13: Der soll im Ernstfall entweder eine GebĂĽhr oder sogar die gesamte Rechnung dieses Fachartsbesuches bezahlen?

00:09:19: Wie ist da die Position der SPD zu diesem Primärversorgungssystem und gegebenenfalls malus Regelungen beim Facharzbesucher?

00:09:29: SPD ist ja immer eher fĂĽr Bonus als fĂĽr Malus-Regelungen.

00:09:32: Das war zum Grundsatz, aber richtig ist natĂĽrlich dass die Patientensteuerung nicht nur eine Frage der Finanzen ist sondern die ist auch im Sinne der Patientinnen und Patienten selber.

00:09:44: Niemand ist selbst so kompetent genug sich gerade wenn es ein bisschen komplizierter ist gut durch dieses System zu steuern Und das führt bei vielen Fällen dazu dass eben keine gute Versorgung gewährleistet wird Fachlichkeit da ist, die in dem Fall gerade gebraucht wird.

00:10:01: Und deswegen ist grundsätzlich zu sagen eine Primärarztsystem.

00:10:05: aber wir haben auch eine Patientensteuerung ein Care Management das dafĂĽr sorgt dass die Menschen dahin kommen wo sie hin mĂĽssen und auch nur das gemacht wird was ihnen hilft dass das aber gemacht wird, was sie brauchen.

00:10:17: Das ist erstmal im Sinne von allen.

00:10:19: ich halte wenig von von solchen Gebührlösungen weil die mit viel Geld die werden es einfach trotzdem machen um Menschen davon abzuhalten zum Arzt zu gehen macht Die Welt selten günstiger, weil das ja auch wieder Konsequenzen nach sich zieht.

00:10:32: Wenn nicht zum Arzt gegangen wird und dann irgendwann das Kind in den Brunnen gefallen ist oder der Rettungswagen gerufen wird oder ähnliches, haben wir keine Kosten gespart.

00:10:40: Insofern brauchen wir ein kluges System mit den Patientinnen und Patienten nach guten Lösungen.

00:10:46: sucht.

00:10:46: und natĂĽrlich ist der Hausarzt eine wichtige Drehschreibe.

00:10:50: Und es macht ganz viel Sinn, den Hausarz zu einem starken Akteur in dieser Steuerung zu machen.

00:10:56: wenn ich aber zum Augenarzt muss oder zur Gynäkologin dann macht das wenig Sinn wenn ich vorher den Haus arzt Besuche, sondern schafft nur wieder neue Kosten.

00:11:06: Und insofern muss man das sehr klug betrachten so dass es am Ende auch funktioniert und vor allem dazu fĂĽhrt, dass Patientinnen und Patienten dahin kommen wo sie hin mĂĽssen und gut versorgt werden.

00:11:18: Bleiben wir bei der Steuerung.

00:11:19: Im Rahmen der Notfallreform wird ja immer wieder betont, dass viele Menschen jetzt mal einige Interessenvertreter sagen mit dem Schnupfen in die Notfallambulanz gehen.

00:11:30: Allerdings ist da in der Tat so das Facharzttermine schlecht verfĂĽgbar sind.

00:11:34: Die Regelung diese quasi zu priorisieren hat zum Mehrkosten von rund drei Milliarden Euro pro Jahr gefĂĽhrt, die der Bundesrechnungshof ja jetzt kritisiert hat.

00:11:44: meinen sie dass es im Rahmen der jetzt wieder aufgelegten Notfallreform, die war ja in der vergangenen Legislatur eigentlich schon fast entschlussreif.

00:11:53: Dass das jetzt richtig nachgebessert wird und dass wir dort zumindest einen goddesschen Knoten durchschlagen können?

00:11:59: Ja, also ich glaube die Notfallreform ist dringend geboten.

00:12:02: Sie haben es gesagt im Prinzip war das alles schon relativ fix und fertig in der letzten Legislatur.

00:12:08: Und deswegen hoffe auch dass wir da jetzt relativ schnell in dieser Legislatur das Thema aufsetzen und behandeln können weil auch das ja gerade ein wichtiger Punkt der Patientensteuerung.

00:12:19: Zum einen ist auch richtig, dass man selber wieder ein bisschen mehr Gesundheitskompetenz braucht.

00:12:26: Um einzuschätzen muss ich mit dem Schnupfen in die Notaufnahme, wobei ich mir immer nicht sicher bin ob das wirklich so ein Massenphänomen mit den Schnupfeln in der Notaufnahmen ist.

00:12:36: aber ich glaube gerade ĂĽber telefonische oder telemedizinische UnterstĂĽtzung und da viel einfach... aufgefangen werden kann, weil am Ende des Tages kann man nicht sein eigener Arzt sein.

00:12:48: Es braucht immer ärztliche Expertise oder medizinische Expertise muss nicht immer der Arzt.

00:12:58: DafĂĽr muss man aber nicht immer den Rettungswagen rufen und dafĂĽr muss man auch nicht mal in die Notaufnahme fahren.

00:13:05: Da gibt es auch andere Möglichkeiten, und ich glaube wir müssen uns da insgesamt auch die Anreizsysteme angucken.

00:13:10: Ich erinnere mich noch gut als ich Kind war.

00:13:13: Da kam der Kinderarzt nach Hause wenn ich hohes Fieber hatte und heute mĂĽsste ich mit meinem Kind eine halbe Stunde mehr im Auto durch die Gegend fahren und mich dann ein Wartezimmer setzen.

00:13:22: Ob das so effizient ist oder ob das was wir eigentlich an Versorgung strukturieren?

00:13:28: haben wollen, weiĂź ich nicht.

00:13:29: Ich glaube wir mĂĽssen da auch wieder ĂĽber andere Anreize setzen zum Beispiel Hausbesuche.

00:13:34: aber das müssen eben auch nicht immer nur Ärztinnen und Ärzte sein.

00:13:38: Das kann man auch anders vor Ort organisieren.

00:13:40: insofern glaube ich ist es ein groĂźes Bild dass wir neu zeichnen mĂĽssen um eine wirklich gute Patienten nahe Versorgung hinzubekommen.

00:13:47: Beim Neuzeichnen, sie hatten die neuen Berufsgruppen wie Physician Assistants und Nurses erwähnt.

00:13:56: Beim Neutzeichen gehört auch dazu dass man zur Telemedizin vielleicht auch ein etwas aufgeschlosseneren Zugang findet.

00:14:03: Es wurde ja jetzt gesagt das die telefonische AU, die telefonischen Krankenschreibung vielleicht wieder abgeschafft werden sollte.

00:14:12: Meinen Sie, ist das einfach nur eine Showdebatte?

00:14:14: Weil im Kern geht es ja um Null Komma neun Prozent der Erkranktmeldungen insgesamt in diesem Bereich.

00:14:20: Ja da ist ja keine Diskussion die Fachlichkeit geprägt war Ja oder von Fakten, sondern hier geht es darum Misstrauen gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zum Auszug zu bringen.

00:14:32: Und das ist etwas was ich gerade in diesen Zeiten wo viele Menschen mit viel harter Arbeit den Laden am Laufen halten fĂĽr ziemlich schwierig halte.

00:14:39: Was aber richtig ist, dass wir unsere gesamten Versorgungsstrukturen auch noch mal dahingehend ĂĽberprĂĽfen mĂĽssen.

00:14:46: Sind sie denn?

00:14:47: Das haben wir ja in der Pandemie gesehen, dass das nicht ĂĽberall gegeben ist.

00:14:51: sind Sie dann auch einfach um die schwellig zugänglich, haben denn alle Menschen einen einfachen Zugang zu einer guten Grundversorgung.

00:14:59: Wie stark ausgeprägt ist unser Präventionsgedanke?

00:15:02: Wie gehen wir mit der Schnittstelle zwischen Gesundheit und Sozialem um?

00:15:06: Also die gesundheitliche Fragen oder soziale Fragen gehen flieĂźend ineinander ĂĽber, haben wir dafĂĽr integrierte Antworten, die den Menschen dann ganzheitlich auch unterstĂĽtzen.

00:15:19: Und ich glaube, das ist ein Thema was wir sehr viel eher auch in den Quartierern, in den Städten und im Gemeinden vor Ort uns angucken müssen.

00:15:27: Wo haben wir die Möglichkeit?

00:15:29: Einfachen Zugang!

00:15:30: zu Gewehr leisten.

00:15:31: Wir haben das mal unter dem Stichwort GewĂĽntheitskioske mit Karl Lauterbach diskutiert, aber es geht da gar nicht drum irgendein Schlagwort oder so etwas zu etablieren.

00:15:42: Niedrigschwellige Versorgung kann auch die Apotheker als Anlaufstelle sein.

00:15:46: Niemlich schwellige versorgen kann einfach mal eine Ansprechperson im Senioren-Kaffee sein oder ähnliches.

00:15:53: Also da gibt's ganz viele Möglichkeiten wie man die Strukturen zusammendenken kann effizienter für die Menschen besser, kostengünstiger.

00:16:01: und ich glaube ĂĽber diese Dinge mĂĽssen wir sehr viel mehr nachdenken wenn wir die Menschen in den Fokus stellen wollen.

00:16:09: Kommen wir nochmal zur Koalition.

00:16:12: Bei welchen Gesundheitsthemen wollen Sie als SPD, Sie als stellvertrehende Fraktionsvorsitzender sind ja unter anderem für Gesundheit aber auch für andere Themen zuständig.

00:16:20: Bei welchem Gesundheitsthemen möchte Ihre Fraktionen und auch ihre Fachleute punkten?

00:16:26: Mit Matthias Miewes ist ja ein ausgewiesener Digitalexperte auch sehr in der Community unterwegs.

00:16:33: soll das digitale so ein StĂĽck quasi die Hand schrift der SPD im Gesundheitsbereich bilden?

00:16:38: können sie uns dann immer ein bisschen mitnehmen?

00:16:40: was ausser sparen wollen sie quasi einbringen in die Debatte.

00:16:44: Ich kann ein bisschen anders anknĂĽpfen, was ich eben gesagt habe.

00:16:48: Und da ist das Digitale auch ein ganz wichtiger Punkt für viele Menschen die mittlerweile sehr selbstverständlich sich in der digitalen Welt bewegen und dass eine riesengroße Vereinfachung und Erleichterung Dinge digital erledigen zu können.

00:17:03: Das ist deswegen ein ganz wichtiger Baustein von den Reformgedanken, die wir haben nämlich immer zu gucken wie es für die Menschen, die Patientinnen und Patienten einfacher da machen.

00:17:14: Und die können wir, diese Systeme so effizient wie möglich gestalten und das gilt für die Krankenhausversorgung, die wir jetzt weiter vorantreiben.

00:17:22: Das gilt fĂĽr Die Digitalisierung der Systeme.

00:17:24: Das geht fĂĽr die ambulante Versorgung.

00:17:27: Wir müssen uns an ganz vielen Stellen fragen Wollen wir uns parallele Systeme ambulan stationär leisten?

00:17:33: Wenn wir doch eigentlich eine gute Versorgungen in der Fläche brauchen und wo sind dann die Ressourcen richtig eingesetzt?

00:17:40: und die können sie bestmöglich nutzen.

00:17:43: eben dieser Gedanke, den ich noch mal stark gemacht habe.

00:17:46: Wie rücken wir näher an die Menschen ran?

00:17:49: Wie können wir sehr viel mehr präventiv tätig sein, Gesundheit schützen und unterwegs sein bevor Krankheit entsteht und dafür sensibilisieren Patient in Patienten mitnehmen?

00:18:00: Ich mache gerne nochmal... Und Beispiel dazu, ich war in meinem Betreuungsfahrkreis in Darmstadt im Quartier unterwegs mit einem Verein der da unglaublich gute soziale Arbeit macht und genau das versucht auch die verschiedenen Akteure in den Quartieren miteinander zu verknĂĽpfen.

00:18:14: Die haben sich ĂĽberlegt was machen wir denn?

00:18:16: Mit den alten Männern wo keine Frau mehr da ist, die auf dem Sofa sitzen, sich Pizza bestellen und sonst eigentlich nicht mehr viel machen alles vor allem nicht auf ihre eigene Gesundheit zu achten.

00:18:26: Wir haben dann Ideen entwickelt wie sie sozusagen die mal aussehen so vorunterholen können und wie man zu sagen dort mit ganz einfachem Mittel einem Hinweis mal bei einem Kneid im Abend, dass man in der Apotheke auch den Blutbrück messen lassen kann usw.

00:18:43: an die Versorgungsstrukturen anzubinden.

00:18:45: Und ich glaube das ist nicht eine sexy Ăśberschrift.

00:18:49: Das ist vielleicht für eine Talkshow zu lange erzählt aber ich glaube für die Menschen es sich genau diese Arbeit zu machen eigentlich das Wichtigste und das Bedeutendste.

00:18:59: Frau

00:19:00: Schmidtgerns hat Sie ein dankvolles Gespräch.

00:19:02: Ich bedanke mich!

00:19:10: Wir hoffen, dass Ihnen diese Ausgabe von Einblick nachgefragt gefallen hat.

00:19:14: Bitte schicken sie uns gerne Anregungen und Fragen an.

00:19:17: Gesundheitsmanagement atberlin-chemie.de.

00:19:25: Wir empfehlen Ihnen für den schnellen Überblick der Trends im Gesundheitswesen, unseren Einblick Nachrichten-Podcast sowie die vertiefenden Gespräche der Einblick nachgefragt Podcast.

00:19:37: Alles im Netz unter gesundheitsmanagement.berlin-chemie.de.